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TUB: Siemens Excellence Award für zehn Absolventen

21.07.2008 - (idw) Technische Universität Berlin

Gemeinsame Pressemitteilung der TU Berlin und Siemens AG

Werner von Siemens Excellence Award für zehn Absolventen und Absolventinnen der Technischen Universität Berlin Zehn Absolventen und Absolventinnen der Technischen Universität Berlin wurden heute in München mit dem Werner von Siemens Excellence Award ausgezeichnet. Bei dem mit insgesamt 100.000 Euro do-tierten Wettbewerb honoriert die Siemens AG herausragende Diplom- und Masterarbeiten, die im Rahmen eines technisch-naturwissenschaftlichen Studiengangs erstellt wurden und die in einem thematischen Bezug zu den Geschäftsaktivitäten der Siemens Sektoren Industry, Energy und Healthcare stehen.

Neben der wissenschaftlichen Leistung wurden vor allem der Innovationsgrad der eingebrachten Ideen und deren praktische Umsetzbarkeit bewertet und pro Arbeit mit 2.500 Euro prämiert. Ausgezeichnet wurden die insgesamt 37 Preisträger von zwölf deutschen Spitzenhochschulen unter anderem durch Dr. Siegfried Russwurm, Leiter Corporate Human Resources und Arbeitsdirektor sowie Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

Die Preisträgerinnen und Preisträger aus der TU Berlin

Jens Apel belegte im Rahmen seiner im Masterstudiengang Process
Energy Environmental Systems Engineering erstellten Abschlussarbeit "Optimierung der Regelungsstrategie für die solarautarke Klimatisierung eines Bürogebäudes mit Hilfe der Simulationsumgebung TRNSYS", dass eine Regelung der Flüssigkeitsmenge und die exakte Berechnung des Wärmespeichers entscheidend zur Effizienzsteigerung einer thermischen Solaranlage beitragen.
Daniel Frechen hat anhand eines mathematischen Modells in seiner im Studiengang Verkehrswesen erstellten Diplomarbeit "Aktive Beeinflussung des Rad-Schiene-Kontakts" gezeigt, dass durch aktive mechatronische Schwingungsanregung der Eisenbahnräder Probleme wie Schallemissionen und Verschleiß reduziert werden können, da der Reibbeiwert hierdurch herabgesetzt wird.
Im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen entwickelte Sascha Friesike in seiner Diplomarbeit "Entwicklung und Anwendung eines Erfolgsmesskonzepts für hochwertige Dienstleistungsnetzwerke" die Balanced Scorecard weiter. Das von ihm auch in der Praxis erprobte, neue Konzept bezieht die bislang vernachlässigte Zielgruppe "Kundschaft" in die Erfolgsmessung ein.
Die von Justus Füsers im Studiengang Physik erstellte Diplomarbeit be-schäftigt sich mit einer "Fluoreszenzspektroskopische Untersuchung mit hoher Zeitauflösung zur Anregungszustandsdynamik bei photosynthetischen Organismen". Ohne die lebenden Zellen zu beschädigen wurde der Transport von Sonnenenergie durch das organische Antennensystem von Pflanzen und Mikroorganismen beobachtet und simuliert.
Im Studiengang Physikalische Ingenieurwissenschaft untersuchte Sebastian Göke in seiner Diplomarbeit "Theoretical/numerical assessment of
emissions and flammability limits of top spool combustion" die Verbrennung in Gasturbinen bei der Zugabe von hohen Wassermengen. Dieses Verfahren bewirkt bei der Energieerzeugung eine Effizienz- und Leistungssteige-rung und ermöglicht eine leichtere Abscheidung des Treibhausgases CO2. Die Arbeit belegt zudem, dass die NOx Emissionen hierbei um ca. 90 Prozent reduziert werden können.
Ziel der im Studiengang Energie- und Verfahrenstechnik erstellten Diplomarbeit "Evolutionäre Algorithmen zur Entwurfsoptimierung von Gasturbinen-systemen nach wirtschaftlichen Aspekten unter Berücksichtigung des Teillastverhaltens" von Eike Mollenhauer war die thermodynamische Optimierung einer Gasturbine nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Das Ergebnis stellt verschiedene Abhängigkeiten der Eigenschaften der Gasturbine von getroffenen Umgebungsbedingungen und wirtschaftlichen Parametern dar.
Finn Runkel belegte in seiner im Studiengang Maschinenbau erstellten Diplomarbeit "Solarthermische Wärmeeinkopplung aus Parabolrinnenkollektoren bei einem kohlegefeuerten Dampfkraftwerk in China", dass die Stromentstehungskosten von Solarstrom mit einem Kohle-Solar-Hybridkraftwerk gegenüber einem rein solarthermischen Kraftwerk deutlich reduziert werden können. Zudem lässt sich durch diese Kombination mehr Kohle einsparen als bei separatem Betrieb einer rein solarthermischen Anlage und eines konventionellen Kohlekraftwerks.
Die Weiterentwicklung eines Sensors zur Rutscherkennung für ein Roboter-Greifsystem, basierend auf der menschlichen Haut mit dynamischer Kraftregelung, war Ziel der Abschlussarbeit von Aleksandra Postawa. Ihre Ergebnisse, der im Studiengang Maschinenbau erstellten Arbeit, können in die Entwicklung von Handprothesen einfließen und auch in die automatisierte Demontage.
Zu den weiteren prämierten Diplomarbeiten gehört die, im Studiengang Verkehrswesen entwickelte Planungsstudie von Yuanfei Shi zur "Integration chinesischer Flughäfen in das Streckennetz des Bahnverkehrs am Beispiel der Flughafenanbindung in Nanjing. Yuanfei Shi erarbeitete in ihrer interdisziplinär angelegten Arbeit eine allgemeingültige Methodik für Flugha-fenanbindungen in China und entwickelte Lösungen für die Bereiche Technik, Betrieb, Planung und Wirtschaftlichkeit.
Daniel Zülow hat im Rahmen seiner, ebenfalls im Studiengang Verkehrswesen erstellten Diplomarbeit "Untersuchung verschiedener Fanglagerkonzepte für magnetgelagerte Rotoren" Simulationsmodelle für Fanglager in Großmaschinen entwickelt. Ziel war es, ein Konzept zu entwickeln, das das Risiko eines so genannten "Backward Whirl" ausschließt, welches zur Zerstörung der Großmaschine führt.

Der Werner von Siemens Excellence Award wird jährlich an 14 renommierten Hochschulen ausgeschrieben. Zu den teilnehmenden Hochschulen gehören in diesem Jahr die RWTH Aachen, die Technischen Hochschulen bzw. Universitäten Berlin, Braunschweig, Darmstadt, Dresden, Freiberg, München sowie die Universitäten Bremen, Erlangen-Nürnberg, Greifswald, Karlsruhe und Stuttgart. "Mit diesem Award wollen wir die besonderen Leistungen von Absolventinnen und Absolventen unserer Partnerhochschulen honorieren und uns bei ihnen als Arbeitgeber und zukünftigen Partner empfehlen", erklärte Susanne Kiefer, Leiterin Förderprogramme und Hochschulmarketing, Siemens Corporate Human Resources.

Die Jury aus Forschern der Siemens AG sowie Doktoranden des Siemens Stipendienprogrammes zeigten sich von den Arbeiten beeindruckt, die ausnahmslos ein starkes Potenzial an Kreativität, fachlichem Know-how und zukunftsorientiertem Denken bewiesen.

Der Werner von Siemens Excellence Award ist Bestandteil des weltweiten Bildungsprogramms Siemens Generation21. Das Programm umfasst zahlreiche Aktivitäten für Vorschulen, Schulen und Hochschulen mit dem Ziel, junge Menschen in ihrer Entwicklung und bei ihrer Ausbildung zu begleiten. Mit ausgewählten Maßnahmen für Studierende, Absolventen sowie Doktoranden will Siemens das Potenzial junger, an Technik interessierter Menschen fördern und deren Karrieren unterstützen.

Weitere Informationen unter: www.siemens.de/generation21/hochschule
Fotos zur Preisverleihung ab Dienstag, den 22. Juli 2008, 11 Uhr auf www.siemens.de/excellence-award unter "Preisverleihung 2008"

Ansprechpartnerin: Siemens AG, Corporate Human Resources, Susanne Kiefer,
E-Mail: susanne.kiefer@siemens.com.

Die Medieninformation zum Download:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/

"EIN-Blick für Journalisten" - Serviceangebot der TU Berlin für Medien-vertreter: Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter: www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Weitere Informationen: http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608 http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/ http://www.siemens.de/generation21/hochschule http://www.siemens.de/excellence-award
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