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Prof. Dr. Rüdiger Bormann (TU Hamburg-Harburg) soll 4. Präsident der Universität Bayreuth werden

23.07.2008 - (idw) Universität Bayreuth

Professor Dr. rer. nat Rüdiger Bormann wird - vorbehaltlich seiner Annahme - der vierte Präsident der Universität Bayreuth. Hochschulrat und Senat wählten heute den 55-jährigen Leiter des Instituts für Werkstoffphysik und -technologie an der TU Hamburg-Harburg sowie Direktor am Institut für Werkstoffforschung am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht für die am 1. April 2009 beginnende sechsjährige Amtszeit. Bayreuth (UBT). Professor Dr. rer. nat Rüdiger Bormann wird - vorbehaltlich seiner Annahme - der vierte Präsident der Universität Bayreuth. Hochschulrat und Senat wählten den 55-jährigen Leiter des Instituts für Werkstoffphysik und -technologie an der TU Hamburg-Harburg sowie Direktor am Institut für Werkstoffforschung am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht für die am 1. April 2009 beginnende sechsjährige Amtszeit.
Die Entscheidung fiel im zweiten Wahlgang. Im ersten Wahlgang hatte weder Prof. Bormann noch Professor Dr.-Ing. Gerhard Fischerauer (45), der Inhaber des Bayreuther Lehrstuhls für Mess- und Regeltechnik, die für die Wahl erforderliche Mehrheit von Hochschulrat und Senat erhalten. Professor Fischerauer zog daraufhin seine Kandidatur zurück. Im anschließenden zweiten Wahlgang wurde Professor Bormann mehrheitlich von beiden Gremien gewählt.
Prof. Bormann wird nun unverzüglich über das Wahlergebnis informiert und hat laut Grundordnung eine Woche Zeit, sich schriftlich zu erklären.Tut er das nicht, dann gilt die Wahl als angenommen.
Der Werkstoffwissenschaftler, der auch Stellvertretender Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrates ist und damit dem fünfköpfigen Präsidialausschuss dieses angesehenen Beratergremiums von Bund und Ländern angehört, hatte vor Wochenfrist bei einer Informationsveranstaltung über die beiden Kandidaten als seine Vision für die Universität Bayreuth genannt, Ziel müsse eine dynamische, mit international profilierten Schwerpunkten in Forschung und Lehre Universität sein. Hier sei bereits ausgezeichnete Vorarbeit geleistet worden. Der Wettbewerb um die besten Köpfe bei Studierenden wie bei Lehrenden machten aber weitere Anstrengungen nötig.
Der designierte Präsident hatte sich vor einer Woche angesichts steigender Studentenzahlen und größerem Lehraufwand durch die Bachelor- und Masterstudiengänge für eine deutliche Verbesserung der Betreuungsrelation stark gemacht und vorgeschlagen, fortgeschrittene Studierende als Mentoren einzusetzen und die aus den Studentenbeiträgen zu bezahlen. Zudem hatte er für gemeinsame Institute von Geistes- und Naturwissenschaften geworben, mehr Internationalität mit einem Ausländeranteil unter den Studenten von 25 % für notwendig erklärt und die Verbesserung der Akzeptanz von Forschung in der Öffentlichkeit ebenso als ein Ziel genannt wie auch Mittelrekrutierung durch Fundraising. Innerhalb der Universität hatte er sich für "flache Hierarchien" und intensiven Meinungsaustausch ausgesprochen
Hinsichtlich der Forschung hatte Professor Bormann die Absicht erklärt, Stärken weiter zu stärken, sich aber auch für die Fächervielfalt bei gleichzeitiger Konkurrenzfähigkeit eingesetzt. Forschungsverbünde und Netzwerke hatte er als "sehr effektiv" bezeichnet und Kooperationen mit Instituten der großen Wissenschaftsorganisationen wie etwa die Max-Planck- oder die Helmholtz-Gesellschaft, aber auch der praxis- und wirtschaftsorientierten Fraunhofer Gesellschaft für anstrebenswert gehalten. Auch dürfe es keine Berührungsängste bei der Zusammenarbeit mit Fachhochschulen geben, hatte der nun Gewählte gesagt.

Nobelpreisträger Professor Dr. Dr. h.c. mult. Robert Huber (Martinsried), der dem Hochschulrat angehört, sprach Professor Fischerauer "persönlich und sicher auch im Namen des Hochschulrates" den hohen Respekt vor dessen Kanditur aus und versicherte die weitere Unterstützung durch das Gremium für ihn als Lehrer und Forscher.

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