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Studierende wollten mehr Zeit zur Meinungsbildung: Bayreuther Vizepräsidenten-Wahl verschoben

23.07.2008 - (idw) Universität Bayreuth

Weil die beiden studentischen Mitglieder im Senat der Universität Bayreuth wegen vorherigen Auslandsbesuchen und auswärtigem Praktikum mehr Zeit zur Meinungsbildung benötigen, haben Hochschulrat und Senat der Universität die für heute vorgesehene Vizepräsidenten-Wahl auf den Beginn der Vorlesungszeit des Wintersemesters verschoben. Bayreuth (UBT). Auf Anfang der Vorlesungszeit des Wintersemesters haben Hochschulrat und Senat der Universität Bayreuth die für heute vorgesehene Vizepräsidentenwahl für den Bereich Studium und Lehre verschoben. Die beiden Gremien entsprachen damit einem Antrag der beiden studentischen Senatsmitglieder Carmen Langhanke und Holger Siek., die geltend gemacht hatten, wegen eines Auslandsaufenthaltes und eines auswärtigen Praktikums zu wenig Zeit gehabt zu haben, sich mit den Kommilitonen der Fachschaften auszutauschen und eine Meinung über die von Präsident Professor Helmut Ruppert vorgeschlagene Kandidatin, die Sportwissenschaftlerin und Frauenbeauftragte der Universität, Professor Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich, zu bilden.
Präsident Ruppert wies darauf hin, dass zwar ordnungsgemäß und fristgerecht eingeladen worden sei, da aber der amtierende Vizepräsident, der Historiker Professor Franz Bosbach die Universität Bayreuth zum 1. August vorzeitig verlasse, weil er zum hauptamtlichen Vizerektor der Universität Duisburg-Essen gewählt worden war, sehe die Grundordnung die Möglichkeit vor, eine Neuwahl spätestens in der Vorlesungszeit des nächsten Semesters vorzunehmen. Die Studierenden hätten dann die Möglichkeit, sich in der Zwischenzeit ausreichend zu informieren.
Diesem Argument folgten die beiden Wahlgremien mit großer Mehrheit, wobei in der vorherigen Diskussion mehrfach betont wurde, es bestehe an der Qualifikation von Professorin Ungerer-Röhrich für dieses Amt überhaupt kein Zweifel. Zu diesem Ergebnis würden auch die Studierenden im Senat kommen, prognostizierte etwa Vizepräsident Professor Dr. Ortwin Meyer. Die hatte nämlich darauf verwiesen, bei diesem Amt sei der Rückhalt der Studierenden unabdingbar, fehle der, dann sei eine Kandidatur nicht sinnvoll. Die vor dem nächsten Wahltermin anstehende Sitzung der Präsidialkommission für Lehre und Studium, auf der wichtige Entscheidungen zu Studienordnungen fallen sollen und der der zuständiger Vizepräsident vorsitzt, soll nun von einem anderen Vizepräsidenten geleitet werden.
Anschließend würdigte Präsident Professor Ruppert die Verdienste des scheidenden Vizepräsidenten und Lehrstuhlinhabers für Frühe Neuzeit, Professor Dr. Franz Bosbach. Der habe nämlich nicht nur "die Bayreuther Historiker vorangebracht" und eine erste Graduiertenschule in dieser Disziplin etabliert, sondern sich auch erfolgreich für neue Lehramtstudiengänge eingesetzt und die schwierige Umsetzung der Bachelor- und Masterstudiengänge gemeistert. Ihn sei auch für seine anderen Aktivitäten zu danken, u.a. bei der Leitung der KinderUniversität und den Bemühungen um das Qualitätsmanagement, sagte Professor Ruppert und bedankte sich bei seinem Vize mit einem Campusbild und einem persönlichen Geschenk.

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