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RUB-Tagung: Gesundheitliche Versorgung von Migranten

28.04.2003 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Die Behandlung psychischer Krankheiten bei Einwanderern diskutieren am 2. und 3. Mai Wissenschaftler und Politiker im RuhrCongress Bochum. Veranstalter der Tagung "mensch.migration.mental health - Aspekte der gesundheitlichen Versorgung von Migranten" ist das Westfälische Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum der RUB.

Bochum, 28.04.2003
Nr. 123


Kulturelle Einflüsse bei psychischen Krankheiten
Wissenschaftler diskutieren mit prominenten Politikern
Tagung "Aspekte der gesundheitlichen Versorgung von Migranten"


In Deutschland leben laut Statistischem Bundesamt fast 7,34 Millionen Menschen ausländischer Herkunft (Stand 2002). Ihr kultureller, sozialer und religiöser Hintergrund unterscheidet sich teils sehr von den deutschen Gewohnheiten. Spürbar ist das in vielen Bereichen des Alltags. Auch in der Medizin. Was passiert, wenn sich Arzt und Patient nicht verstehen? Sprachschwierigkeiten und das fehlende Wissen voneinander hemmen beide Seiten. Die Behandlung psychischer Krankheiten bei Einwanderern diskutieren am 2. und 3. Mai Wissenschaftler und Politiker im RuhrCongress Bochum. Veranstalter der Tagung "mensch.migration.mental health - Aspekte der gesundheitlichen Versorgung von Migranten" ist das Westfälische Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum der RUB.

Prominente Referenten

Bekannte Politiker wie Prof. Dr. Rita Süssmuth, Vorsitzende der Zuwanderungskommission der Bundesregierung, die NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer und Cem Özdemir, Mitglied der transatlantischen Organisation German Marshall Fund werden hinter dem Rednerpult stehen. Rund 150 Fachleute und Interessierte werden erwartet. Die Medien sind herzlich willkommen.

Programm online

Die Tagung beginnt am Freitag um 16 (Ende ca. 20 Uhr), am Samstag um 8.30 und endet gegen 16 Uhr. Das komplette Programm finden Sie im Internet unter http://www.lwl.org/wzfpp_bochum/bochum/veranstaltungen_2003.html

Volksglaube und moderne Medizin

Die Experten setzen sich mit den Besonderheiten der Diagnose und Therapie psychischer Erkrankungen bei Einwanderern auseinander. Ein zweites Schwerpunktthema bildet die politische Ausgestaltung der Zuwanderung in Deutschland. Die Referenten wollen Vorschläge machen, wie die Behandlung verbessert werden kann. Bisher mangelt es an geeigneten medizinischen Angeboten für Einwanderer. Stichwort Kulturkompetenz: Wie volkstümliche Heilverfahren und traditionelle Vorstellungen der Patienten in die Therapie eingebaut werden können, werden die Wissenschaftler diskutieren. Vorträge über Migration und Suchtkrankheiten, die Rezeption des Orients in Europa oder die Integration von Muslimen in Deutschland runden das Programm ab.

Weitere Informationen

PD Dr. med. Hans-Jörg Assion, Westfälisches Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie, Alexandrienstraße 1, 44791 Bochum, Tel. Wissenschaftssekretariat 0234/5077-251,-252, E-Mail: WZfPP-Bochum@wkp-lwl.org, Internet: http://www.psychiatrie-bochum.de
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