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Bazon Brock hält Festvortrag bei Eröffnung des Instituts für intermediäre Gestaltung

30.04.2003 - (idw) Hochschule Vechta

Er nennt sich selbst einen "hauptamtlichen Beweger", gilt als streitbarer Verfechter unkonventioneller Thesen, und von sich reden machte er auch dadurch, dass er eine Zeit lang seine Aktionsvorträge mit einem Kopfstand begann: Bazon Brock, Professor für Ästhetik, ist einer der renommiertesten Persönlichkeiten in der deutschen Kultur- und Hochschullandschaft. Am 9. Mai ist Brock zu Gast an der Hochschule Vechta. Im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Instituts für intermediäre Gestaltung (ImeG) beleuchtet er in seinem Festvortrag die aktuelle Beziehung zwischen Kunst und Kommerz, Ökonomie und Kultur. Der Titel seines Vortrags: "Wir hätten uns gern der Ökonomie unterworfen, leider produziert sie nur Pleiten: Ökonomisierung der Kultur - und Kulturalisierung der Ökonomie".

Bazon Brock, 1936 geboren, ist Professor für Ästhetik an der Bergischen Universität Wuppertal. International bekannt wurde er durch seine Besucherschulen auf der Kaseler "documenta" ab 1968. Bevor er nach Wuppertal ging, lehrte Prof. Dr. sc. tc. hc. Bazon Brock an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Nach seiner Emeritierung hält Brock auch Vorlesungen an der Fachhochschule Düsseldorf. Seine jüngste Veranstaltung "Metaästhetik für integrierte Studien" verstand sich als fachbereichsübergreifende Lehreinheit für Architektur, Design und Medien. Brock beteiligte sich als Künstler und Theoretiker an der Durchsetzung von Pop-art und Happening in Deutschland. Er arbeitete mit Künstlern wie Joseph Beuys und Wolf Vostell zusammen. Der "hauptamtliche Beweger" Bazon Brock realisierte Hunderte von Ausstellungen in Europa, Japan und den USA und veröffentlichte zahlreiche Bücher und Beiträge zu Kunst, Design, Alltagskultur und Ästhetik. Als multimedial arbeitender Generalist und - wie ein Journalist in nannte - "beeindruckend vielseitiger Querdenker" war Brock auch für Radio und Fernsehen tätig.

Nach Vechta kommt Prof. Brock auf Einladung des hier lehrenden Künstlers und Designers Prof. Karl-Eckhard Carius, dem Gründungsdirektor des Instituts für intermediäre Gestaltung (ImeG). Das ImeG ist eine neue wissenschaftliche Einrichtung an der Hochschule Vechta. Die Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung eines systematischen Theorie- und Praxisangebots für die Studiengänge ästhetisch-kultureller Bildung, basierend auf dem interdisziplinären Zusammenwirken von Kunst, Design, Architektur und Technologie - sowie Literatur, Medien und philosophisch-ästhetischer Theorien. Das ImeG kooperiert in Niedersachsen eng mit den Universitäten Lüneburg und Osnabrück sowie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und bildet in Lehre und Forschung ein Netzwerk mit Partnern an anderen Hochschulen sowie mit außeruniversitären Institutionen, die sich programmatisch mit Gestaltung und Umweltplanung befassen und zum Design-Bewusstsein in der Gesellschaft beitragen.

Weitere Informationen: Prof. Karl-Eckhard Carius
Hochschule Vechta, Institut für intermediäre Gestaltung (ImeG)
Postfach 1553, 49364 Vechta
Tel.: 04441/15-332, E-Mail: karl-eckhard.carius@uni-vechta.de
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