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"Kompetenzzentrum Analytik, Nano- und Materialtechnik"

21.08.2008 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg

Forschungsprojekt der Nürnberger Ohm-Hochschule für 1,2 Millionen Euro Für das "Kompetenzzentrum Analytik, Nano- und Materialtechnik" der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg mit einem Projektvolumen von 1,2 Millionen Euro hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel für die Jahre 2009 bis 2014 eine Förderung in Höhe von 629.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bewilligt. Zusätzlich werden noch zwei andere Projekte aus diesem Programm gefördert, so dass die Nürnberger Ohm-Hochschule die erfolgreichste Hochschule in Bayern bei der Einwerbung der EFRE-Forschungsmittel des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst ist. "Hierzu möchte ich der Hochschule ausdrücklich gratulieren", betonte der Minister in seinem Bewilligungsschreiben.

Das fakultätsübergreifende "Kompetenzzentrum Analytik, Nano- und Materialtechnik" soll im Juli 2009 seine Arbeit aufnehmen und wird bis dahin strategisch ausgebaut. Schon jetzt existiert an der Ohm-Hochschule ein interdisziplinärer Kompetenzpool der Fakultäten Angewandte Chemie, Maschinenbau und Versorgungstechnik, Verfahrenstechnik sowie Werkstofftechnik. Die Zusammenarbeit dieser Fakultäten soll dank der Fördermittel intensiviert werden. "Wir möchten das Know-how bündeln und kleineren und mittleren Unternehmen der Region zur Verfügung stellen", beschreibt der Sprecher Prof. Dr. Markus Hornfeck die Aufgabe des Kompetenzzentrums. "Wegen der hohen Kosten können solche Unternehmen sich normalerweise nicht intensiv mit Zukunftstechnologien befassen. Durch die Zusammenarbeit mit unserem Kompetenzzentrum eröffnen sich jedoch ganz neue Möglichkeiten, die zu innovativen Produkten und Verfahren führen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken werden. Letztlich werden dadurch Arbeitsplätze in der Region gesichert."

Erfolgreiche Vorreiter
Dass dieses Konzept aufgeht, belegen Beispiele aus der Praxis. Die Fakultät Werkstofftechnik arbeitet schon seit Jahren eng mit einigen Unternehmen aus strukturschwachen Regionen zusammen. Dabei sind etliche marktfähige Produkte entstanden, die zu nachhaltigem Wachstum und Beschäftigung im globalen Wettbewerb geführt haben. Zum Beispiel konnte das Team um Prof. Dr. Frey in Zusammenarbeit mit der oberfränkischen Firma Rauschert ein hochreiner Al2O3/Pt-Rohrheizer mit Anwendungstemperaturen bis 1200°C entwickeln, der bereits erfolgreich zum Zünden von Pelletöfen eingesetzt wird. Ein weiteres Beispiel für den erfolgreichen Technologietransfer ist die aktuelle Zusammenarbeit mit der Firma Curamik in der Oberpfalz, mit der an der Beschichtung von hochwärmeleitfähigen Substraten zur Anwendung in der Leistungselektronik mittels neuartiger Nano-Dispersionen gearbeitet wird.

Das neue "Kompetenzzentrum Analytik, Nano- und Materialtechnik" wird solche Beispiele fortführen, neue Partner akquirieren, die Kompetenzen in der Ohm-Hochschule erweitern und den Netzwerkgedanken fördern.

Fonds fördert regionale Entwicklung
Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zählt zu den Strukturfonds der Europäischen Union. Nach den Vorgaben der EU sollen die EFRE-finanzierten Maßnahmen dazu beitragen, den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt durch Ausgleich regionaler Ungleichgewichte zu stärken. Einerseits sollen dabei die Regionalwirtschaften entwickelt und strukturell angepasst werden. Andererseits soll die grenzübergreifende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit gefördert werden, um zu einer nachhaltigen räumlichen Entwicklung beizutragen.

Weitere Informationen: http://www.ohm-hochschule.de
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