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Der Wald der Zukunft

26.08.2008 - (idw) Goethe-Universität Frankfurt am Main

Vorstellung des LOEWE Teilprojekts für eine sanfte Anpassung der Waldwirtschaft an den Klimawandel. Einladung zum Pressegespräch Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Hessen gehört zu den waldreichsten Bundesländern in Deutschland. Vor allem die zahlreichen Buchenwälder könnten aufgrund des prognostizierten Klimawandels - immer häufigere heiße und trockene Sommer - zunehmend durch Eichenwälder abgelöst werden. An jetzt schon sehr trockenen Standorten werden aber auch unsere mitteleuropäischen Eichenarten Probleme mit dem Aufwuchs bekommen. Dies zeigt sich bereits in der südhessischen Rheinebene, wo die Wiederaufforstung von bestehenden Eichenwäldern durch Grundwasser-absenkungen in den vergangenen Jahrzehnten stark bedroht ist. Eine durch höhere Wintertemperaturen begünstigte Ausbreitung von Schadinsekten wird die mitteleuropäischen Waldbäume zusätzlich schädigen. Waldfreie Phasen auf Trockenstandorten würden zusätzlich den Grundwasserspiegel belasten, was besonders für das Rhein-Main-Gebiet mit seinem wachsenden Trinkwasserbedarf vermieden werden sollte.

Die Forstwirtschaft muss deshalb alternative Modelle entwickeln, die an Klimaszenarien im lokalen Maßstab angepaßt werden. In einem Kooperationsprojekt von Universität, Forschungsinstitut Senckenberg (FIS), dem Institut für Sozialökonomische Forschung und der ECT Flörsheim GmbH, finanziert durch die LOEWE-Initiative des Landes Hessen, werden daher mit Anpflanzungen in den Jahren 2008 und 2009 trockenresistentere Eichenarten aus dem süd- und südosteuropäischen Raum evaluiert, ob sie als hiesige Waldbäume tauglich sind. Die Versuchsflächen liegen im Raum Lampertheim und im Stadtwald Rüsselsheim. Zu einer Vorstellung dieses Projekts laden wir Sie herzlich ein

am: Freitag, dem 29. August 2008 um 12:30 Uhr
Ort: Bio-Campus Siesmayerstr. 70, Haus B, Seminarraum
im 2. Stock

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um eine kurze Rückmeldung bis zum 28.08.2008 an steier@pvw.uni-frankfurt.de.

Dr. Anne Hardy
Referentin für Wissenschaftskommunikation

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. Vor 94 Jahren von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am
1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit 45 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Uni den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigt sich die Goethe-Universität als eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands.

Herausgeber: Der Präsident
Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
60054 Frankfurt am Main
Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation
Telefon (069) 798 - 2 92 28, Telefax (069) 798 - 2 85 30,
E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de
Internet: www.uni-frankfurt.de

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