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RUB-Generalsanierung startet im September: Geothermie ist der Clou

28.08.2008 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Mit Wärme aus der Erde
Generalsanierung der RUB startet im September
Neue Gebäude ID und IDN bis Juli 2010 bezugsfertig

Am 15. September geht es los. Die Campussanierung der Ruhr-Universität beginnt mit dem Bau des Gebäudes ID und des dazugehörigen Werkhallengebäudes IDN. Auf einer Pressekonferenz gab der Bau- und Liegenschafsbetrieb (BLB) NRW gestern die ausführenden Baufirmen bekannt und präsentierte die detaillierte Planung. Der Clou des neuen Gebäudes ist die Nutzung regenerativer Energie: Eine Geothermieanlage wird es versorgen. In einem vollständig neuen Vergabeverfahren, dem wettbewerblichen Dialog, setzte sich die Firma MBN Bau AG aus Georgsmarienhütte in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Rohling AG (pbr) durch. Optimierte Planung: Weniger Höhe bei gleiche Fläche

Im Juli 2010 soll das neue Gebäude der Ruhr-Uni fertig sein. Statt der fünf in der Machbarkeitsstudie vom Mai 2007 geplanten Etagen werden nur noch vier Geschosse gebaut bei gleicher Hauptnutzfläche von 16.300 Quadratmetern. Damit verringert sich die Höhe des Gebäudes von vormals 21,75 Meter auf 18,10 Meter, was den Anwohnern aus der Lennershofsiedlung zugute kommt. Für das Bauprojekt wurden vom BLB ca. 70 Millionen Euro veranschlagt. Die Baumaßnahmen laufen seit Dezember 2007, als begonnen wurde, den Boden zu verfüllen.

Rundumschlag

Ins Gebäude ID werden die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und das Materialforschungszentrum ICAMS (Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation) einziehen. Das frei gezogene Gebäude IC kann dann komplett saniert werden. In den folgenden 13 bis 16 Jahren werden nach und nach sämtliche Gebäude der RUB saniert.

Erdwärme als Energielieferant

Unter dem Gebäude ID wird eine Geothermieanlage eingerichtet, die das Gebäude mit regenerativer Energie versorgt und damit den Energieverbrauch des Gebäudes in Grenzen halten wird. Wasser wird durch die Bohrlöcher in die Erdkruste gepumpt, wo es sich aufheizt. Zurück an der Erdoberfläche wird dieses dann als Heizung genutzt. Im Sommer kann dasselbe Prinzip zur Kälteregulierung genutzt werden. Die Bauarbeiten für die Geothermieanlage beginnen am 22. Oktober; vorgesehen sind 80 Bohrungen mit einem Durchmesser von 12 Zentimetern und einer Tiefe von 130 Metern.

Neues Dialog-Vergabeverfahren

Bei der Vergabe des europaweit ausgeschriebenen Projektes ging der BLB neue Wege, die erst seit kurzem von der Vergabeordnung vorgesehen sind. Im Dialogverfahren wurden zunächst von fünf Firmen Angebote angefordert. Jedes Angebot wurde dann auf Architektur, Energie und Wirtschaftlichkeit geprüft. In Workshops mit den Anbietern wurden dann die Modelle besprochen und weiterentwickelt, bis schließlich die Firma MBN zusammen mit dem pbr das optimale Konzept entwickelt hatte.

Baustelle soll Anwohner nicht belästigen

Auch die Anwohner der Lennershof-Siedlung wurden über das Bauprojekt ausführlich informiert. Am Abend des 26. August 2008 fand die zweite Informationsveranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger statt. Der Niederlassungsleiter Helmut Heitkamp des BLB NRW Dortmund konnte die Anwohner beruhigen: "Es werden keine Kräne über das Dächern der Lennershof-Siedlung umherschwingen" so Heitkamp. Auch der befürchtete Baulärm soll durch eine moderne Schallisolierung auf ein Minimum reduziert werden.


Weitere Informationen

Dr. Karl-Heinz Schloßer, Dezernat 2, 44780 Bochum; Tel. 0234/32-24334, Email: Karl-Heinz.Schlosser@uv.rub.de
Weitere Informationen: http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2008/msg00258.htm - hier finden Sie eine Animation zum neuen Gebäude ID
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