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Bayreuther Tagung zur "Konvergenz der Medien": eine rechts- und medienpolitische Zwischenbilanz

05.09.2008 - (idw) Universität Bayreuth

"Konvergenz der Medien - Konvergenz des Rechts?" ist das Thema des 3. Bayreuther Forums für Wirtschafts- und Medienrecht, das am 17./18. Oktober 2008 in der Universität Bayreuth stattfindet. Namhafte Experten aus Wissenschaft, Politik, privater Medienwirtschaft und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten werden die juristischen Folgen erörtern, die sich aus dem Zusammenwachsen von Fernsehen, Hörfunk, Printmedien und Online-Medien ergeben. Die Tagung ist öffentlich, eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Anmeldeschluss ist der 10. Oktober 2008. Bayreuth (UBT). Neue Informations- und Kommunikationstechnologien lassen die Grenzen zwischen den Medien fließend werden. Fernsehen, Hörfunk, Printmedien und Online-Medien nähern sich sowohl unter inhaltlichen als auch unter technologischen und wirtschaftlichen Aspekten einander an. Insbesondere das Internet beschleunigt diesen Prozess der Medienkonvergenz und stellt dadurch neue Anforderungen an das nationale und internationale Recht. Dieser Entwicklung widmet sich das 3. Bayreuther Forum für Wirtschafts- und Medienrecht, das unter dem Thema "Konvergenz der Medien - Konvergenz des Rechts?" am 17./18. Oktober 2008 in der Universität Bayreuth stattfindet. Die Forschungsstelle für Wirtschafts- und Medienrecht lädt als Veranstalter alle Interessierten dazu ein. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Anmeldeschluss ist der 10. Oktober 2008.

Namhafte Experten aus Wissenschaft, Politik, privater Medienwirtschaft und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben ihre Teilnahme zugesagt. Sie werden die juristischen Folgen erörtern, die sich bereits heute aus dem Zusammenwachsen verschiedenartiger Medien ergeben, und eine umfassende rechts- und medienpolitische Zwischenbilanz ziehen. Dabei steht beispielsweise auch die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf dem Prüfstand: In welchem Umfang dürfen öffentlich-rechtliche Sender das Internet zur Verbreitung von Nachrichten und Unterhaltung nutzen? Im Bereich des Privatrechts drängt sich insbesondere die Frage auf, wie Nutzungsrechte zu definieren sind und verwertet werden dürfen - etwa wenn es um die Übertragung von Kultur- oder Sportereignissen geht. Zudem entstehen neue Herausforderungen für das Kartellrecht, weil infolge der inhaltlichen und technologischen Annäherung der Medien auch die wirtschaftliche Verflechtung der Anbieter zunimmt.

Die zweitägige Veranstaltung will den Dialog zwischen fachlich kompetenten Vertretern unterschiedlicher Standpunkte und Interessen fördern. Unter dem Thema "Konvergenz der Medien - Was bringt die Zukunft?" entwickeln Michael Börnicke, Vorstandsvorsitzender der Premiere AG, und Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG, aus der Sicht großer deutscher Medienkonzerne Zukunftsvisionen zur Medienkonvergenz. Hinzu kommen zahlreiche juristische Fachbeiträge von renommierten Medienrechtlern. "Die Rahmenbedingungen für den dualen Rundfunk im multimedialen Zeitalter" sind Thema einer Podiumsdiskussion. Daran nehmen u.a. teil: Prof. Dr. Carl-Eugen Eberle, Justiziar des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), Dr. Tobias Schmid, Vizepräsident Fernsehen und Multimedia des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT), sowie Prof. Dr. Helmut Thoma, früherer Geschäftsführer von RTL und heute Geschäftsführer der TT-STUDIOS Medienberatungs- & beteiligungs GmbH.

Die Bayreuther Tagung ist bereits die dritte Veranstaltung des Bayreuther Forums für Wirtschafts- und Medienrecht, das 2007 von der Forschungsstelle für Wirtschaft- und Medienrecht (FWMR) an der Universität Bayreuth ins Leben gerufen wurde. Professor Dr. Stefan Leible, der Direktor der Forschungsstelle, zieht eine positive Bilanz: "Die breite Resonanz auf die bisherigen Tagungen zeigt, dass wir mit der konzeptionellen Ausrichtung unseres Bayreuther Forums richtig liegen. Angesichts schwieriger juristischer Fragen, deren Lösungen erhebliche Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben, gibt es offensichtlich ein starkes Interesse daran, dass Vertreter von Wissenschaft und Praxis öfter miteinander ins Gespräch kommen. An diesem Dialog wollen wir bewusst auch die Medien und die Öffentlichkeit beteiligen. Während eine Frühjahrstagung des Forums wirtschaftsrechtliche Entwicklungen in den Mittelpunkt stellt, wird es bei den künftigen Herbsttagungen jeweils um ein medienrechtliches Thema gehen."


Kontaktadresse für Anmeldungen und weitere Informationen:

Prof. Dr. Stefan Leible
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht,
Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel.: 0921 / 55-2900 und -2901
Fax: 0921 / 55-2081
E-Mail: fwmr@uni-bayreuth.de
Weitere Informationen: http://www.fwmr.uni-bayreuth.de - Homepage der Forschungsstelle für Wirtschafts- und Medienrecht, mit Online-Anmeldung für die Tagung
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