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Institut für Diakoniewissenschaft feiert 10-jähriges Bestehen

15.09.2008 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Als An-Institut der Universität Bonn feierte das Institut für interdisziplinäre und angewandte Diakoniewissenschaft (IfD) am 8. und 9. September sein 10-jähriges Bestehen mit einem zweitägigen Symposium zum Thema "Persönlichkeit und Führungsverantwortung". Mehr als 100 Gäste aus Wissenschaft, Kirche und Diakonie nahmen an der Tagung mit anschließendem Empfang im Festsaal der Universität Bonn teil.

Der Rektor der Universität, Prof. Dr. Matthias Winiger, beglückwünschte in seinem Grußwort das Institut und dankte dem Direktor des IfD, Prof. Dr. Klaus Hildemann, für die hervorragende wissenschaftliche Arbeit, die das IfD als An-Institut der Universität Bonn in den letzten zehn Jahren geleistet hat. In dieser Tradition stehend war auch das 8. Symposium zum Thema "Persönlichkeit und Führungsverantwortung" ein großer Erfolg. Namhafte Vertreter aus Diakonie, Theologie, Wirtschaft, Medizin und Psychologie diskutierten über Fragen der Per-sönlichkeit mit ihren Stärken und Schwächen und ihrer Bedeutung für die Führung von sozialen Unternehmen. Dabei ging es um grundsätzliche Überlegungen zur Führungspersönlichkeit, um praktische Umsetzungen und ganz korrekte Managementfragen wie Personalentwicklung.

Das IfD war in vielerlei Hinsicht wegbereitend. Die Anerkennung des Instituts erfolgte am 11. Februar 1998 durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Das IfD nahm 1998 seine Arbeit mit dem Ziel auf, sich auf Bundesebene zu profilieren und sich aktiv in die Diskussion um die zukünftige Gestaltung sozialer Dienstleistungen einzubringen. Den Auftakt bildete ein im Gründungsjahr veranstaltetes Symposium mit dem programmatischen Titel "Diakonie quo vadis? Arbeitsplatz Diakonie im Spannungs-feld von Ökonomie, Ethik und Tarifpolitik". Auch die in den Folgejahren veranstalteten Symposien boten ein Forum, um aktuelle Fragestellungen aufzugreifen und das Profil der Diakonie zu schärfen. Die hochkarätige Besetzung der Tagungen macht zum einen den Diskussionsbedarf deutlich und zum anderen, dass es dem IfD rasch gelang, sich als Akteur zu etablieren. Rund 150 Personen aus allen Bereichen der freien Wohlfahrtspflege, aus Ministerien, Kirchen und selbstverwalteten Initiativen nahmen jeweils teil.
Weitere Themen: Abschied vom Versorgungsstaat? Erneuerung sozialer Verantwortung zwischen Individualisierung, Markt und bürgerschaftlichem Engagement. (1999); Die Zukunft des Sozialen. Solidarität im Wettbewerb. (2000); Spannungsfeld Führung. Neue Konzepte in einem veränderten Sozialstaat. (2001); Religion - Kirche - Islam. Eine soziale und diakonische Herausforderung (2002); Freie Wohlfahrts-pflege - Entwicklung zwischen Auftrag und Markt (2004); Kirche der Freiheit - Diakonie der Knechtschaft? Wie Diakonie und Kirche von-einander profitieren können"(2007).

Als weiteren Erfolg würdigte der Rektor den seit dem Sommersemester 2002 vom IfD zusammen mit der Universität Bonn durchgeführten Masterstudiengang "Sozialmanagement", der mit dem "Master of Arts in Social Services Administration" abgeschlossen wird. Im zweijähri-gen berufsbegleitenden Studiengang werden aktive und potenzielle Führungskräfte für das Management im Sozial- und Gesundheitsbe-reich qualifiziert. Dass das Studium ein Erfolg ist, zeigt nicht zuletzt, dass mittlerweile der siebte Jahrgang das Studium aufgenommen hat und mehr als 130 Studierende ihren Masterabschluss erfolgreich er-worben haben.
Die verschiedenen Aktivitäten des IfD sind Meilensteine auf dem We-ge zur Verwissenschaftlichung der Diakonie. Unter den heutigen sehr veränderten Rahmenbedingungen der Professionalisierung und Öko-nomisierung sozialer Hilfen scheint ein tieferes Verständnis der Sinn- und Wertorientierungen sozialen Handelns in Verbindung mit prakti-scher Managementqualifikation der freien Wohlfahrtspflege eine neue Chance zu besitzen. Weitere Bausteine: Seit dem Jahr 2000 erscheinen die Vorträge der Symposien in der IfD-Reihe "Konkretitionen des Sozialen" und sind damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Das IfD führt regelmäßig diakoniewissenschaftliche Lehrveranstaltungen an der Universität Bonn durch.


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