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Neue Wege in der Stadtentwicklung

16.09.2008 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg

Masterstudiengang kombiniert Fachkompetenz verschiedener Disziplinen Architekt, Stadtplaner oder Sozialarbeiter zu sein reicht nicht mehr, um die Herausforderungen im Bereich der Entwicklung von Städten und Regionen zu meistern. Die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg hat daher den berufsbegleitenden Masterstudiengang "Stadt.Raum.Gesellschaft - Integrierte Stadtentwicklung" konzipiert. Das Weiterbildungsmanagement des Studiengangs (Beginn: 12. März 2009 in Nürnberg) übernimmt die auf den Qualifizierungsbedarf technischer Fach- und Führungskräfte spezialisierte Verbund IQ gGmbH.
"Der Studiengang ist einzigartig, weil er die Teilnehmer unterschiedlicher Professionen, also Architekten und Sozialwissenschaftler, mit völlig neuen Themen und Inhalten konfrontiert", sagt Prof. Dr. Günter Gerhardinger, der den interdisziplinären Masterstudiengang der Fakultäten Architektur und Sozialwissenschaften als einer von zwei wissenschaftlichen Leitern betreut.
Dies sei aber auch zwingend notwendig, um künftig die Herausforderungen im Bereich der Entwicklung von Städten und Regionen meistern zu können. Denn mit der klassischen Aufgabentrennung nach Disziplinen könne dies nicht mehr bewerkstelligt werden
1. Räumliche Entwicklung als Aufgabe der klassischen Stadtplaner/Architekten,
2. Wirtschaftsförderung durch Fachleute aus dem Bereich der Ökonomie,
3. Entwicklung der sozialen Infrastruktur durch die klassische Sozialplanung,
4. Prävention und Behebung sozialer Probleme durch die Soziale Arbeit).
Der weiterbildende Masterstudiengang "Integrierte Stadtentwicklung" (vier Semester Regelstudienzeit) arbeitet daher insbesondere in interdisziplinären
Praxisprojekten an Schnittstellen der oben erwähnten unterschiedlichen Disziplinen.
"In diesen Projekten werden unterschiedlichen Denkweisen und Strategien verschiedener Disziplinen zusammen gefügt", sagt Prof. Ingrid Burgstaller, die gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhardinger den Masterstudiengang wissenschaftliche leitet. Im Mittelpunkt der Projektarbeiten stehen die Bereiche Stadtteilerneuerung und -sanierung, Quartiersmanagement, Wirtschaftspolitik, Gemeinwesenökonomie, Wohnungswirtschaft, Sozial- und Stadtforschung.
Das Studium beinhaltet drei Projektarbeiten, die während der zwölf Präsenzphasen bearbeitet und mit der Präsentation der Ergebnisse abgeschlossen werden. In den Projektarbeiten setzen die Teilnehmer die in den Fachmodulen erworbenen Kenntnisse zu den Themen "Quartier", "Stadtteil" und "Region" um. "Quartier" ist dabei als sozialer Nahraum, Nachbarschaft, also überschaubarer Lebensraum der Menschen zu verstehen, "Stadtteil" als größere Orientierungseinheit im Sinne historisch gewachsener aber auch administrativ geschaffener Einheiten, "Region" als übergreifender räumlicher Zusammenhang, durch den das Leben von Menschen im weiten Sinne strukturiert wird.
"Im beruflichen Alltag arbeiten die unterschiedlichen Disziplinen bereits zusammen. In Planungsabläufen zum Stadtumbau oder zur Sozialen Stadt wird dieses integrierte Vorgehen als erfolgversprechender und nachhaltiger Prozess längst praktiziert", sagt Prof. Burgstaller.
Allerdings müssten diese das entsprechende Know-how erst mühselig in der Praxis lernen, was zu Leerläufen im Arbeitsprozess führen kann. Die Teilnehmer des Studiengangs "Integrierte Stadtentwicklung" hingegen, so Prof. Burgstaller, würden diesen Lernprozess bereits im Studiengang üben.
Betreut werden die Teilnehmer dabei von erfahrenen Dozenten, bestehend aus Architekten und Projektmanagern, Professoren sowie Experten aus Architektur- und Stadtplanungsbüros und Kommunalverwaltungen.
Bei erfolgreichem Abschluss der Masterarbeit wird der akademische Grad "Master of Arts" (M.A.) verliehen, der auf der jeweiligen Vorqualifikation aufbaut. Der Master ist ein international bekannter und anerkannter Abschluss und berechtigt zur Promotion. Die Akkreditierung des Studiengangs wurde beantragt. Akkreditierung und regelmäßige Evaluation sichern die Qualität des Studiengangs. Der akkreditierte Studiengang eröffnet den Zugang zum höheren Dienst bei Arbeitgebern der öffentlichen Hand.
Den Absolventen des Masterstudienganges eröffnet sich später ein breites Feld an Beschäftigungsmöglichkeiten. Unter anderem in Architektur-, Stadtplanungs-, Planungs- und Beratungsbüros, den Kommunalverwaltungen (Bauverwaltung, Sozialverwaltung), in Projektentwicklungsgesellschaften, Wohnungsbaugesellschaften und im Quartiersmanagement.
Weiterer Vorteil des Masterstudiums: "Die Absolventen weisen eine weitaus größere Sozialkompetenz auf und ein Gespür für gesellschaftliche Verantwortung", sagt Prof. Burgstaller. Eigenschaften, die unverzichtbar für die gesamte Stadtplanung und das sozialverantwortliche Handeln seien.
Zugangsvoraussetzungen zum berufsbegleitenden Masterstudiengang sind ein Bachelor oder ein Diplom in den Fachrichtungen Architektur, Stadtplanung, Soziale Arbeit oder in einer verwandten akademischen Disziplin und eine mindestens einjährige einschlägige Berufserfahrung nach Abschluss des Erststudiums. Konzipiert wurde der Studiengang für Mitarbeiter aus Kommunalverwaltungen, Projektentwicklungs-, Architektur-, Planungs- und Beratungsbüros.


Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Interessenten bei
Verbund IQ, Klaus Dennerlein, Tel. 0911/ 42 45 99-12, Fax. 0911/ 42 45 99-50
Weitere Informationen: http://www.verbund-iq.de/stadtentwicklung
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