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Deutscher Kongress für Gynäkologie und Geburtshilfe eröffnet

16.09.2008 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Hinweis für Medienvertreter:
Alle Pressetexte der heutigen PK unter:
http://www.mwm-vermittlung.de/gyngeb08pds.html
Nächste Pressekonferenz: Mittwoch, 17.9., 11.00 Uhr s.t. im CCH, Raum "Planten und Blomen", alle PK-Themen unter:
http://www.mwm-vermittlung.de/gyngeb08.html#PK-Themen

Für Teilnehmer:
http://www.dggg-kongress.de/ Hamburg, 16.9.2008 - Heute morgen ist im Congress Centrum Hamburg der 57. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) eröffnet worden. "Die Frauenheilkunde ist weiblich geworden", erklärte dabei Prof. Walter Jonat, Präsident des Kongresses und der DGGG. Die Tatsache, dass der überwiegende Teil der Frauenärzte inzwischen Frauen sind, sei "eine absolut wünschenswerte Entwicklung". Allerdings gelte dies noch nicht für führende Positionen. Deshalb müssten bessere Bedingungen geschaffen werden, damit Gynäkologinnen Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren können.

Die Frauenheilkunde ist innerhalb der Medizin führend in der Qualitätssicherung. Sie hat über 50 Leitlinien erarbeitet, erläuterte Prof. Rolf Kreienberg (Ulm) vor der Presse. Diese Standards dienen Fachärztinnen und Fachärzten als "Handlungskorridor", um nach besten wissenschaftlichen Erkenntnissen beraten, untersuchen und behandeln zu können.

Prof. Heribert Kentenich (Berlin) kritisierte vor Medienvertretern beim DGGG-Kongress die Tenzenz zu "genitalen Schönheitsoperationen". Auch in Deutschland lassen sich mittlerweile Mädchen und junge Frauen zum Beispiel die Schamlippen operativ "korrigieren", um einem "Schönheitsideal" zu entsprechen. Dahinter steht meist eine "Körperbildstörung". Solche in den USA schon länger verbreiteten Eingriffe könnnen seelische Unsicherheit nicht beheben und zudem körperlich negative Folgen haben. In derRegel werden sie von Ärzten mit der Bezeichnung "Schönheitschirurgie" vorgenommen. Die DGGG verurteilt dies auch, weil es auf der anderen Seite an Geld und Infrakstruktur mangelt, um Frauen mit ernsthaften und das Leben stark beeinträchtigenden Genitalkrankheiten ("Fisteln") vor allem in Afrika zu helfen.

Prof. Klaus Friese (München) wies bei einer Pressekonferenz in Hamburg darauf hin, dass Infektionskrankheiten in der Gynäkologie zunehmend problematisch werden. Dies betrifft vor allem Infektionen mit Erregern, die gegen fast alle Antibiotika resistent geworden sind und somit kaum noch behandelt werden können. Friese forderte unter anderem einen sorgfältigeren Umgang auch der Ärzteschaft mit diesem Problem.

Pressekontakt:
MWM-Vermittlung
im CCH 040/8080 37-5351
Mail: mwm@mwm-vermittlung.de
Weitere Informationen: http://www.mwm-vermittlung.de/gyngeb08.html
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