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Anna Seghers. Eine Biographie

03.05.2003 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut

Eine Lesung und anschließende Diskussion mit
Prof. Dr. Christiane Zehl Romero (Tufts University, Boston, Mass.) am Montag, 05. Mai 2003 um 18:15 Uhr
im Kulturwissenschaftliche Institut, Goethestraße 31, 45128 Essen

Anna Seghers wurde 1900 in Mainz mit Namen Netty Reiling als Tochter einer jüdischen Familie geboren. Das Milieu, in dem sie aufwuchs, kann man als wohlhabendes deutsches Bildungsbürgertum bezeichnen. Während ihres Studiums der Kunstgeschichte und Sinologie in Heidelberg nahm sie an marxistischen Diskussionszirkeln teil, wo sie ihrem späteren Mann Lazlo Radvanyi, einen ungarischen Revolutionär, der nach Deutschland geflüchtet war, begegnete.
Bereits in den ersten schriftstellerischen Arbeiten Anna Seghers drückt sich ihr Interesse an den Lebensbedingungen der "kleinen Leuten" und ihre Sympathie mit den unterdrückten Gesellschaftsschichten aus. Sie tritt in die KPD und in den Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller ein. 1933 muss Anna Seghers mit Mann und Kindern aus Nazi-Deutschland fliehen. Ihre Flucht führt nach Frankreich, wo sie bis zum Einmarsch der Deutschen Wehrmacht 1940 in Paris lebt. Dort schreibt sie vier Romane. 1941 flieht die Familie in das mexikanische Exil, wo sie gemeinsam mit anderen deutschen Exilkommunisten den Kampf gegen den Faschismus weiterführt.
1947 kehrt sie nach Deutschland zurück und entscheidet sich für ein Leben in der DDR. Sie stirbt 1983 in Ost-Berlin.

Was zähle, sei das Werk, nicht die Person. Damit wehrte Anna Seghers zeit ihres Lebens Fragen nach Details ihrer Biographie ab und löste damit eine kontroverse Diskussion um ihre Person aus. Die amerikanische Germanistin Christane Zehl Romero hat sich nun der Aufgabe gestellt, das noch unscharfe Bild von Anna Seghers auf der Basis bisher noch nicht ausgewerteter Quellen deutlicher zu zeichnen. Sie hat gerade den zweiten Teil ihrer umfassenden Anna Seghers-Biographie vorgelegt und wird aus den Kapiteln "Transit" und "Heimkehr oder Rückkehr" lesen. Anschließend steht die Wissenschaftlerin für eine Diskussion zur Verfügung.


Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kwi-nrw.de oder unter der Telefonnummer 0201/7204-0.
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