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DFKI - 20 Jahre Innovation Pur

25.09.2008 - (idw) Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz feiert Geburtstag

Ideenreich, gemeinnützig, ausgründungsstark, so präsentierte sich das DFKI am 25. September zum Festakt anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens. "Am DFKI wird das umgesetzt, was die Bundesregierung mit der Hightech-Strategie für Deutschland flächendeckend verwirklichen will.", so Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, in ihrem Grußwort. "Zahlreiche Unternehmen sind Gesellschafter der GmbH, die das DFKI trägt; viele wollen es noch werden.", schrieb Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. "Der Erfolg spricht für sich: Seit seiner Gründung sind mehr als 50 Spin-Off-Unternehmen mit über 1200 High-Tech-Arbeitsplätzen aus dem DFKI hervorgegangen.", erklärte Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes. Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik feierten das erfolgreiche DFKI-Modell einer Public-Private-Partnership als neues Instrument der Innovationsförderung in Deutschland neben den Universitäten, den grundfinanzierten Forschungseinrichtungen und der Industrieforschung. Am 4. Juli 1988 wurden die Gründungsverträge des DFKI für die beiden Standorte Kaiserslautern und Saarbrücken unterschrieben. Seit 2006 hat das DFKI seine Aktivitäten mit einem weiteren Standort in Bremen um die Bereiche Robotik und Sichere Kognitive Systeme ergänzt; 2007 wurde das Projektbüro in Berlin eröffnet. "Ich bin beeindruckt von der erfolgreichen Entwicklung dieser Einrichtung.", so Jens Böhrnsen, Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen.

Zu den Gastrednern und Gratulanten gehörten Doris Ahnen, rheinland-pfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Joachim Rippel, Minister für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes, Ministerialdirektor Dr. Wolf-Dieter Lukas, Abteilungsleiter im BMBF, Prof. Hans Albert Aukes, Vorsitzender des DFKI-Aufsichtsrats, Dr. Klaus Weichel, Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern, Prof. Dr. Gerhard Barth, der erste Geschäftsführer des DFKI und ca. 200 Festgäste.

Seit seiner Gründung hat sich das DFKI zu einem weltweit anerkannten Exzellenzzentrum entwickelt. "Kein deutsches Informatikinstitut hat eine so breite, auch internationale Visibilität.", schrieb Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer, Präsident BITKOM. Basis für diese Ausstrahlung ist "Innovation durch Wettbewerb", das Credo von Prof. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI. Diesen Treibsatz konkretisiert Prof. Wahlster in drei Maximen zur Methodenauswahl des DFKI, der Bearbeitung der gesamten Innovationskette, der Behandlung von Patenten, Schutz- und Verwertungsrechten:

"Im DFKI werden Methoden der Künstlichen Intelligenz stets mit anderen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie mit Anwendungs- und Branchenwissen kombiniert, um mit innovativen Softwaresystemen Lösungen für unsere Auftraggeber zu realisieren."

"Das DFKI hat bei aktuellen Fragestellungen der IKT-Forschung immer die gesamte Innovationskette von der Grundlagenforschung bis hin zum Transfer der Ergebnisse in marktfähige Produktfunktionen bearbeitet."

"Patente, Schutz- und Verwertungsrechte gibt das DFKI ohne Vorbehalte gerne an seine Gesellschafter, Auftraggeber und Partner aus der Wirtschaft ab, da nur diese letztendlich für den Kreislauf sorgen können, von dem das DFKI lebt: Geld in Wissen zu verwandeln, das dann wieder zu mehr Geld werden kann."

Im DFKI Showroom wurden, unter Führung von Prof. Dr. Andreas Dengel, Mitglied der Unternehmensleitung und Standortsprecher DFKI Kaiserslautern, den Festgästen und Medienvertretern Forschungsprototypen und Systeme der DFKI-Standorte präsentiert. Darunter eine Sprachsteuerung für den iPod und eine Blicksteuerung für den Computer, Open Source Texterkennung für das Google-Books-Projekt, Roboter, die selbst extreme Steigungen und unwägbare Gelände überwinden, digitale Weinberater, intelligente Videosuche und Planungsinstrumente für die Erzeugung und Logistik von Biomasse, die den modernen Landwirt unterstützen.

Das DFKI hat keinerlei Grundfinanzierung, sondern wird unterstützt in einer Art zeitlich befristeter Basis-Projektfinanzierung, der sogenannten Korridorfinanzierung für jeweils 5 Jahre. Der Bund fördert im DFKI-Modell punktuell die Vorlaufforschung in Grundlagenforschungsprojekten. Die EU und die Länder fördern programmbezogene Transferprojekte und die Gesellschafter geben Entwicklungsprojekte in Auftrag. Zu je einem Drittel finanzieren die drei Partner Bund, Länder (Rheinland-Pfalz, Saarland, Bremen) und industrielle Gesellschafter Projekte im jährlichen Umfang von derzeit jeweils 3,25 Mio. Euro, zusammen also etwa 9,75 Mio. Euro, entweder durch direkte Mittel oder durch Leistungs- und Sachbereitstellungen. Im freien Wettbewerb akquiriert das DFKI wesentliche Umsatzanteile aus Förderungen der Europäischen Union, nationalen öffentlichen Förderungen und Aufträgen aus der Wirtschaft. Im Jahr 2007 betrug der so finanzierte Etat 23,0 Mio. Euro bei fast 250 Vollzeitmitarbeitern.

Weitere Informationen: http://www.dfki.de/20jahre
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