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Hochdotierter Forschungspreis für Frankfurter Allgemeinmediziner

25.09.2008 - (idw) Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

Forschergruppe der Frankfurter Universitätsklinik erhält medizinischen Wissenschaftspreis für Studien zur Versorgung psychischer Erkrankungen in der Hausarztpraxis. Am Freitag erhält die Forschungsgruppe "Chronic Care und Versorgungsforschung" von Prof. Dr. Jochen Gensichen vom Institut für Allgemeinmedizin (Direktor: Prof. Dr. Ferdinand M. Gerlach) der J.W. Goethe-Universität den mit 25.000 Euro dotierten medizinischen Wissenschaftspreis "Deutscher Forschungspreis für Allgemeinmedizin 2008" der Dr. Lothar Beyer-Stiftung. Ausgezeichnet werden die Frankfurter Wissenschaftler für ihre Arbeiten zur Verbesserung der Behandlung von Patienten mit Depressionen in der Hausarztpraxis. Der Preis wird im Rahmen des 42. Kongresses der Deutschen Allgemeinmedizin und Familienmedizin in Berlin verliehen.

Die wissenschaftliche Jury würdigt damit ein Studienprogramm, das sich seit 2002 unter der Leitung von Gensichen mit wichtigen Fragen der Depressionsdiagnostik in der Hausarztpraxis beschäftigt. "Diese Auszeichnung ist uns eine besondere Ehre und auch ein Beleg dafür, dass die Unterstützung unserer Arbeit durch das Bundesforschungsministerium dazu beigetragen hat, die Gesundheit der Menschen nachhaltig zu verbessern - und zwar ganz direkt, das ist doch was", zeigen sich Gensichen und sein interdisziplinäres Team zufrieden.

Allein in Deutschland leben etwa 4 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren mit Depressionen. Die erste Anlaufstelle für die Betroffenen ist die Hausarztpraxis. Die Forschungsgruppe entwickelte einen einfachen Behandlungsansatz für die Hausarztpraxis. Dieser sieht vor, dass das Praxisteam die Patienten in regelmäßigen Abständen telefonisch kontaktiert, wobei durch spezielle Checklisten die aktuelle Situation des Patienten erfragt und sicher an den behandelnden Arzt weitergeleitet wird. Die PRoMPT-Studie zur Depressionsbehandlung zeigt, dass damit die Behandlung von Depressionen in über 50.000 Hausarztpraxen zuverlässig und effektiv unterstützt werden kann.

Nunmehr wollen sie untersuchen, ob auch Patienten mit anderen chronischen Krankheiten geholfen werden kann und herkömmliche Therapien verbessert werden können. "Erste Erfolge konnten wir mit Kollegen des Universitätsklinikums Heidelberg bei Arthrose erzielen", freut sich Gensichen, der inzwischen seine Arbeiten als Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Jena fortsetzt.

Frankfurt am Main, 25. September 2008

Für weitere Informationen:

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet http://www.kgu.de

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