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Die Viruslast senken - "Dr.-Ernst-Wiethoff-Preis" für Professor Münch

26.09.2008 - (idw) Universitätsklinikum Ulm

Der Dr.-Ernst-Wiethoff-Preis 2008 für innovative klinische Forschung wurde in diesem Jahr an Prof. Dr. Jan Münch vom Institut für Virologie des Universitätsklinikums Ulm vergeben. Die Verleihung erfolgte am 6. September im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter in Köln. Professor Münch erhielt das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro in Anerkennung seiner Forschung zur Entdeckung eines neuen Eiweißstoffes, der das Eindringen des HI-Virus in die T-Helfer-Zellen der menschlichen Immunabwehr verhindert. Hierdurch kann sich das Virus im Körper nicht mehr weiter vermehren und das Immunsystem schädigen. Den hemmenden Effekt des natürlich im Blut vorkommenden Eiweißes konnten Münch und sein Team sogar noch weiter steigern, indem sie dessen Molekülstruktur biotechnologisch veränderten. Der so entstandene, neue HIV-Hemmstoff könnte möglicherweise eine neue Klasse antiviraler Medikamente im Kampf gegen AIDS begründen. "Dieses HIV-Medikament befindet sich zurzeit in der klinischen Phase", sagt Professor Münch, der hofft, dass die Neuentwicklung dazu beitragen kann, die Viruslast bei betroffenen Patienten zu senken. Er sei sehr stolz auf die Anerkennung seiner Arbeit und nehme den Preis stellvertretend für ein großes Forscherteam an.
Professor Münch wurde 1972 in Oldenburg geboren und promovierte nach seinem Biologiestudium mit summa cum laude am Institut für Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg. Nachdem er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Ulm tätig war, wurde er am 1. Mai 2005 zum Juniorprofessor berufen.

Weitere Informationen:
Der 2008 im sechsten Jahr verliehene "Dr.-Ernst-Wiethoff-Preis" für innovative klinische Forschung trägt den Namen des langjährigen medizinischen Direktors von Abbott Deutschland, der von 1967 bis 1993 für klinische Forschung verantwortlich war und zudem den wissenschaftlichen Austausch in Deutschland förderte. Der Preis richtet sich speziell an junge Wissenschaftler bis zum Alter von 38 Jahren, die eine klinisch bedeutsame, medizinische Innovation geschaffen haben. In diesem Jahr hatten sich 27 Wissenschaftler aus ganz Deutschland um den Preis beworben. Die Auswahl des Preisträgers erfolgte durch ein unabhängiges Gremium aus allen Bereichen der Medizin.

Wir unterstützen Sie gerne bei Interviewabsprachen und Recherchen - rufen Sie uns einfach an. Ansprechpartner ist Jörg Portius, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Universitätsklinikum Ulm.
Tel: 0731 500-43043

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