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Forschung im Ausland stärkt die Beschäftigung in Deutschland

29.09.2008 - (idw) Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die auch im Ausland forschen, haben ein deutlich stärkeres Beschäftigungswachstum als KMU, die Forschung und Entwicklung (FuE) ausschließlich in Deutschland betreiben. So ist die Beschäftigung in deutschen KMU, die im Jahr 2005 FuE im Ausland betrieben, innerhalb von zwei Jahren (Ende 2004 bis Ende 2006) um rund zehn Prozent gewachsen. In KMU, die allein in Deutschland forschen, hat die Beschäftigung dagegen in diesem Zeitraum nur um rund fünf Prozent zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Die Studie stützt sich auf Daten des Mannheimer Innovationspanels, einer repräsentativen Befragung von rund 27.500 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bergbaus sowie des Dienstleistungsbereichs in Deutschland. Die Ergebnisse der ZEW-Studie machen deutlich, dass die weitverbreitete Befürchtung, dass Unternehmen, die FuE im Ausland betreiben, in Deutschland Arbeitsplätze abbauen, weitgehend unbegründet ist. Für KMU ist sogar das Gegenteil der Fall. "Das externe Know-how, das durch die Internationalisierung von FuE in das heimische Unternehmen einfließt, kann die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens insgesamt erhöhen, so dass Wachstumsimpulse am Heimatstandort ausgelöst werden", sagt Dr. Christian Rammer, Innovationsexperte am ZEW.

Die Studie macht auch deutlich, welche Charakteristika von KMU die Entscheidung, FuE im Ausland zu betreiben, besonders begünstigen. So finden sich unter ihnen viele, die bereits vor ihrem Auslandsengagement kontinuierlich FuE in Deutschland betrieben haben. Auch Unternehmen, die durch den Export ihrer Waren und Dienstleistungen bereits mit den Bedingungen auf Auslandsmärkten vertraut sind, sind eher bereit, das Risiko des Aufbaus von FuE-Aktivitäten im Ausland auf sich zu nehmen. Dies gilt auch für KMU, die bereits Erfahrungen mit dem Schutz ihres geistigen Eigentums auf Auslandsmärkten gemacht haben. Besonders aufgeschlossen sind jene KMU gegenüber Auslandsaktivitäten, die sich auf innovationsbasierte Nischenmärkte spezialisiert haben.

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