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Stipendien für Spitzen-Nachwuchsforscher

30.09.2008 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Premiere für Postdoktoranden-Programm Just'us der Universität Gießen Drei Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Chemie, Anglistik und Geographie sind die ersten Stipendiaten des Postdoktoranden-Programms Just'us (Junior Science and Teaching Units) der Justus-Liebig-Universität Gießen. Mit den Stipendien unterstützt die Hochschule exzellente junge Forscher. Dr. Heike Hartmann, Dr. Michael Basseler und Dr. Zhiguo Zhang wurden ausgewählt, weil sie herausragende Promotionen, gute Publikationen und außergewöhnliche Forschungsvorhaben vorweisen können.

In den kommenden zwei Jahren fördert die Universität die Stipendiaten mit bis zu 70.000 Euro. Während dieser Zeit sollen sie weitgehend frei von anderen Verpflichtungen ein umfassendes Forschungsprogramm entwickeln. Ziel ist auch, dass die Nachwuchswissenschaftler am Ende der Förderung in der Lage sind, beispielsweise Junior-Professuren zu erlangen.

Dr. Zhiguo Zhang vom Institut für Organische Chemie befasst sich mit einem Forschungsvorhaben im Bereich der sogenannten Organokatalyse, einem sehr jungen Gebiet der Chemie. Dabei wird versucht, mit kleinen, organischen Molekülen ansonsten unmögliche chemische Reaktionen zu bewerkstelligen. Was die Natur mit Enzymen vormacht, soll mit wesentlich geringerem Materialaufwand und Synthesearbeit durch strategische Struktur- und Reaktionsplanung nachgemacht oder verbessert werden (Betreuung: Prof. Dr. Peter R. Schreiner).

Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts von Dr. Michael Basseler steht die Frage, inwiefern die im anglo-amerikanischen Sprachraum entstandene literarische Gattung der "Short Story" in besonderer Weise Lebenswissen und -formen inszeniert, reflektiert und produziert. Den dabei verfolgten Ansatz kann man als "lebenswissenschaftlich orientierte Literaturwissenschaft" verstehen: Es geht darum, in Ergänzung zu, aber auch im Dialog mit den so genannten Lebenswissenschaften zu einem komplexen Lebensbegriff zu gelangen, der neben biologischen vor allem auch kulturelle, mentale und soziale Dimensionen trägt (Betreuung: Prof. Dr. Ansgar Nünning).

Dr. Heike Hartmann analysiert am Institut für Geographie Abfluss-Situationen von Flüssen. Dabei erstellt sie mittels verschiedener neuronaler Netztypen Abflusssimulationen für die zwei sehr unterschiedlichen Flusseinzugsgebiete des Yangtze und des Xilin in China. Die Ergebnisse sollen miteinander verglichen werden und so Erkenntnisse über die Anwendbarkeit verschiedener Netztypen in unterschiedlichen geographischen Zonen gewonnen und zu allgemeingültigen Aussagen weiterentwickelt werden (Betreuung: Prof. Dr. Lorenz King).

Kontakt:
Dr. Jamilah Michel, Forschungsreferentin der Justus-Liebig-Universität,
Ludwigstr. 23, 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-12123, Fax: 0641 99-12109
E-Mail: Jamilah.Michel@admin.uni-giessen.de

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