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Studienarbeiten der HFT Stuttgart auf der Media Facade Festival Berlin 2008

30.09.2008 - (idw) Fachhochschule Stuttgart, Hochschule für Technik

Beim Media Facade Festival in Berlin wird vom 17. - 18. Oktober 2008 über die Entwicklung von Medienfassaden diskutiert. Durch die ständige Weiterentwicklung von Displaytechnologien werden Flächen im öffentlichen Raum immer öfter als Medienfassaden gestaltet. Parallel zur Konferenz im Deutschen Architektur Zentrum gibt es in der Galerie eine Ausstellung über Produkte und Gebäude mit Medienfassaden. Hier werden auch zwei Studienarbeiten der Hochschule für Technik Stuttgart gezeigt. In der Ausstellung sind die BIX/SPOTS Medienfassade des Kunsthaus Graz von realities:united, die Allianz Arena in München von Herzog & de Meuron und der Galleria Store in Seoul von UN Studio zu sehen. Die HFT Stuttgart stellt zwei Studienprototypen vor, welche nach einer besseren architektonischen Integration von Medientechnologie in raumbildenden Elementen streben.

Warum dieses Streben nach einer architektonischen Integration? Dr. M. Hank Haeusler, Architekt und Lehrbeauftragter an der HFT Stuttgart erklärt dazu: "In vielen Fällen werden gebaute Medienfassaden nicht parallel mit der Architektur geplant und können dadurch nicht die Schwelle des Addierten überschreiten. Dieser Eindruck einer Addierung an eine Gebäudefassade wird noch dadurch verstärkt wenn die Medienfassade ausgeschaltet ist, und diese wie eine nutzlose Beigabe am Gebäude hängt. Eine addierte Fassade benötigt daher einen andauernd neuen Inhalt, um von ihrer Addition abzulenken. Werbebotschaften können, bedingt durch immer wechselnde und neuartige Konsumartikel immer neue Medieninhalte kreieren. Die Architektur läuft hier Gefahr, wie im Falle des New York Times Squares, zum reinen Träger von Werbebotschaften zu mutieren, auf dem raumbildende Oberflächen zum Werbezeichen werden."

Dieser Problematik versucht das Studio "Medien und Raum" im Masterstudiengang Architektur an der HFT Stuttgart entgegen zu wirken. Die Medientechnologie kann, bei einer optimalen Integration in architektonische Oberflächen, nur im Bedarfsfall eingeschaltet werden. Durch eine Verschmelzung von architektonischer Oberfläche, zum Beispiel Beton und Kommunikationstechnologie mit LEDs entstehen zwei verschiedene Eindruecke der selben Oberfläche. Diese Oberfläche wird einmal als raumbildende Betonwand und das anderemal als Medienfassade wahrgenommen. Studierende der HFT Stuttgart hatten zur Aufgabe eine solche Kombination von Material und Technologie zu entwerfen, diese zu testen und, basierend auf den dokumentierten Testergebnissen, einen Prototypen zu entwickeln. Zwei Materialien wurden von den Masterstudierenden für die Oberfläche ausgewählt. Beton für den Prototyp "Concrete LED Facade" und Lochblech für "Lochblech Media facade".

Der Entwurf "Concrete LED Facade" sieht als Grundüberlegung vor, LEDs in ein, vor die Fassade gehängtes, Betonelement zu integrieren, so dass sich eine Sichbetonoberfläche bei Bedarf in einen Bildschirm verwandeln kann.
Entwurf von Angi Renz und Dominik Kommerell

Das Projekt "Lochblech Media facade" untersuchte in einer Testreihe verschiedene Arten von Lochblechen, um mit diesen die Medienfassade zu verkleiden. So kann entweder ein räumlicher Abschluss durch eine Metalloberfläche oder bei einer anderen Gelegenheit durch einen Bildschirm entstehen.
Entwurf von Andrea Fackler, Melek Güler und Ute Schweinle
Weitere Informationen: http://www.hft-stuttgart.de
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