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Belohnung für erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln: Erst-Einwerber erhalten Prämien

01.10.2008 - (idw) Universität des Saarlandes

Verleihung der Forschungspreise
am Sonntag, den 19. Oktober um 18 Uhr
im Rahmen des Uni-Jubiläums, Uni-Aula (Geb. A3 3) Ohne Drittmittel wäre die Forschung und auch die Lehre an der Universität des Saarlandes (UdS) nicht auf dem derzeitigen hohen Niveau realisierbar. Ein besonders hohes Ansehen genießen Zuwendungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG an Wissenschaftler für konkrete Forschungsprojekte, da ihre Bewilligung erst nach strenger Begutachtung durch Fachexperten der DFG erfolgt. Das Präsidium der UdS möchte die Wissenschaftler mit einem Forschungspreis belohnen, die nach dem 1.1.2008 zum ersten Mal erfolgreich Drittmittel bei der DFG eingeworben haben. Die ersten Wissenschaftler, die in den Genuss einer solchen Prämie kommen, sind Dr. Ulrike Babusiaux (Rechtswissenschaft), Dr. Markus Bischoff (Medizinische Mikrobiologie), Prof. Dr. Ralf Bogner (Lehrstuhl Germanistik), sowie Dr. Christian Frings (Psychologie). Sie erhalten jeweils 2000 Euro.

Die Preise werden den vier Wissenschaftlern symbolisch im Rahmen der 60-Jahr-Feier der UdS vom Vizepräsidenten für Forschung und Technologietransfer und vom Geschäftsführer der Vereinigung der Freunde der Universität des Saarlandes übergeben.

Prof. Dr. Ralf Bogner erhält seinen Preis für sein Forschungsprojekt zum Thema "Von kleinen Tieren und großen Taten: Erarbeitung einer kritischen Edition des Ameisen- und Mückenkriegs (1600) von Hans Christoph Fuchs". Mit dem Projekt leistet er Pionierarbeit, denn der "Ameisen- und Mückenkrieg" ist ein so genanntes Tierepos, eine literarische Gattung, die bisher kaum erforscht wurde. Professor Bogner hat es sich zur Aufgabe gemacht, den schlecht überlieferten Text wieder herzustellen und herauszugeben. Das Werk wird ein Vor- und ein Nachwort enthalten, in dem die geschichtlichen, politischen und kulturwissenschaftlichen Hintergründe des "Ameisen- und Mückenkrieges" ausführlich erläutert werden. Insgesamt hat Prof. Bogner für sein Forschungsprojekt knapp 80.000 Euro eingeworben,

Die Rechtswissenschaftlerin Ulrike Babusiaux ist seit 2001 Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Zivilrecht und Römisches Recht (Prof. Dr. Tiziana Chiusi). Sie hat bei der DFG die Finanzierung ihrer eigenen Stelle für zwei weitere Jahre eingeworben. Ihr Ziel ist eine Habilitation mit dem Thema "Rhetorik und Recht - zur juristischen Methode in Papinians Quaestiones". Aemilius Papinianus war ein römischer Jurist, der im 3. Jahrhundert nach Christus lebte. Die "Quaestiones" (dt. "Untersuchungen") sind sein Hauptwerk und behandeln schwierige Rechtsfragen. Wegen der vielschichtigen Argumentation ist das Werk bisher wenig untersucht. Dr. Babusiaux hat es sich zum Ziel gemacht, die "Quaestiones" unter rechtlichen und rhetorischen Gesichtspunkten umfassend zu deuten.

Geehrt wird auch Dr. Christian Frings von der Fachrichtung Psychologie (Allgemeine Psychologie und Methodenlehre). Er erforscht in den beiden kommenden Jahren das Thema "Distraktorwiederholungen, Bindungsprozesse in Selektionsaufgaben, automatischer Abruf". Dafür hat er bei der DFG Forschungsmittel in Höhe von knapp 110.000 Euro für die kommenden beiden Jahre eingeworben. Im Forschungsprojekt von Dr. Frings geht es im Kern um die Frage, wie das kognitive System des Menschen mit irrelevanten Informationen umgeht: Die Handlungsrelevanz verändert sich, je nachdem welche konkreten Ziele der Mensch in einer bestimmten Handlungssituation verfolgt; so kann ein Objekt, welches in einer Situation als irrelevant abgespeichert wird, bei der nächsten Begegnung relevant sein. Dr. Frings untersucht die feinen Gedächtnis- und Aufmerksamkeits-Mechanismen, die es dem Menschen ermöglichen, sein Handeln in einer dynamischen Umwelt effizient zu steuern und an die jeweilige Situation anzupassen.

Drittmittel in Höhe von 200.000 Euro hat Dr. Markus Bischoff im Bereich der Medizinischen Mikrobiologie eingeworben. Dr. Bischoff befasst sich in den kommenden drei Jahren mit den humanpathogenen Bakterien Staphylococcus aureus und Staphylococcus epidermidis. In dem neuen Projekt will das Team um Dr. Bischoff die Bedeutung des Katabolit-Kontrollproteins CcpA für den Stoffwechsel der Bakterien und dessen Einfluss auf die Fähigkeit, Krankheiten zu verursachen, genauer analysieren.


Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Manfred Lücke
Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer
Tel 0681/302-3402
E-Mail: luecke@lusi.uni-sb.de

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