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Forschungszentrum eröffnet: TFH Georg Agricola intensiviert Kooperation mit Universität in Xuzhou (China)

10.10.2008 - (idw) Technische Fachhochschule Georg Agricola

Weltweite Herausforderungen wie der Klimawandel lassen sich nur durch enge internationale Zusammenarbeit bewältigen. Der wissenschaftliche Austausch über Ländergrenzen hinweg spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Am 7. Oktober 2008 eröffnete Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder an der staatlichen Hochschule China University of Mining and Technology (CUMT) in Xuzhou das Sino-German Science Centre (SGSC). Dieses Chinesisch-Deutsche Forschungszentrum widmet sich schwerpunktmäßig den Fachgebieten Energieeffizienz, Zukunftsenergien und Umweltschutz. Die TFH Georg Agricola zu Bochum ist am SGSC als Kooperationspartner beteiligt und engagiert sich nun auch verstärkt in der Ingenieurausbildung vor Ort. Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Kooperation zwischen CUMT und TFH. Die Forschungszusammenarbeit zwischen chinesischen und deutschen Institutionen trage zur Lösung globaler Probleme beispielsweise im Umweltbereich bei. Kooperative Ansätze wie die enge Partnerschaft beider Hochschulen seien der beste Weg, um auf diesem Gebiet wirksame Strategien und innovative Technologien zu entwickeln.

Im April dieses Jahres hatten die Präsidenten der CUMT und der TFH, Professor Dr. Shirong Ge und Professor Dr. Jürgen Kretschmann, bei gemeinsamen Beratungen mit dem ehemaligen Bundeskanzler Schröder in Berlin eine Absichtserklärung für die Kooperation im Rahmen des Forschungszentrums unterzeichnet. Als erste deutsche Hochschule beteiligt sich die TFH nun an der Arbeit des Forschungszentrums. Geotechnik-Professor Dr. Frank Otto von der TFH ist dort federführend am Forschungsprojekt "Masterplan für Bergsenkungsgebiete in Xuzhou" beteiligt. Das Projekt soll geotechnische Methoden zur Beseitigung von Bergbauschäden im Revier von Xuzhou entwickeln.

Professor Kretschmann, der gemeinsam mit Professor Otto an der feierlichen Eröfffnung des Forschungszentrums teilnahm, vereinbarte am Rande der Feierlichkeiten bereits die nächste Stufe der Kooperation zwischen beiden Hochschulen: Im Sino-German College an der CUMT sollen gemeinsame Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten werden. Studierende des College verbringen einen Teil ihrer Studienzeit an der TFH Georg Agricola in Bochum und erwerben chinesische und deutsche Hochschulabschlüsse. Neben diesen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen wird das College auch ein spezielles Weiterbildungsprogramm zur Ausbildung von Sicherheitsingenieuren im Steinkohlenbergbau betreiben. Die TFH wird die Ausbildungsinhalte dieses Weiterbildungsstudiums ausarbeiten und Hochschullehrer nach Xuzhou entsenden.

Die China University of Mining and Technology und die Technische Fachhochschule Georg Agricola zu Bochum kooperieren bereits seit 1999 miteinander. Zwischen den Hochschulen findet u.a. ein regelmäßiger Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden statt. Mit der Gründung des Chinesisisch-Deutschen Forschungszentrums, an dem künftig auch weitere deutsche Hochschulen beteiligt sein werden, und des Sino-German College intensivieren beide Hochschulen ihre engen Beziehungen.
Die CUMT liegt in der Millionenmetropole Xuzhou in der Provinz Jiangsu im Osten China. Die Städte Xuzhou und Bochum unterhalten seit 1994 eine wirtschaftsbezogene Partnerschaft, Jiangsu ist seit 1984 Partnerregion von Nordrhein-Westfalen.

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