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Pressekonferenz "Bildung fördern. Teilhabe ermöglichen." Leibniz-Zwischenruf zum Bildungsgipfel

16.10.2008 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Der aktuelle "Zwischenruf" der Leibniz-Gemeinschaft befasst sich anlässlich des bevorstehenden Bildungsgipfels in Dresden mit dem Thema Bildung und soziale Teilhabe. Neben alarmierenden Befunden zur Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Schichten präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Leibniz-Einrichtungen in dem 30-seitigen Heft Analysen der Situation und zeigen Wege, um die Probleme zu lösen - von der Vorschul-Bildung und Erkennung von Risiko-Gruppen über Arbeitsmarktprobleme und Weiterbildung bis hin zum "Wissenserwerb mit Cybermedien". Pressegespräch zur Vorstellung des neuen "Zwischenruf" mit dem Titel "Bildung fördern. Teilhabe ermöglichen."

Datum: 21.10.2008
Uhrzeit: 12:00 Uhr
Ort: Berlin-Büro der Leibniz-Gemeinschaft, Schüteznstraße 6a, 10117 Berlin

Gesprächspartner:
- Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse: Direktor des Instituts für Wissensmedien IWM, Tübingen
- Prof. Dr. Gert G. Wagner: Leiter der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP)
- Prof. Dr. C. Katharina Spieß: Expertin für Familien- und Bildungsökonomie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung/SOEP
- Dr. Peter Brandt: Deutsches Institut für Erwachsenbildung DIE / Konzept des Zwischenrufes
- Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Rietschel: Präsident der Leibniz-Gemeinschaft

Hintergrund:
Nur 14 Prozent der Kinder von Eltern mit Hauptschulabschluss schaffen den Sprung auf das Gymnasium, bei Kindern von Abiturienten liegt die Quote bei 68 Prozent. Und Kinder aus bildungsfernen Haushalten haben es auf dem Gymnasium schwerer, jedes dritte von ihnen scheitert dort. Hat mindestens ein Elternteil das Abitur, liegt die Abbrecherquote bei nur mehr 20 Prozent. Das zeigen Studien, die mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels SOEP durchgeführt wurden.

Analysen des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung WZB machen den Zusammenhang von Bildungsarmut und Arbeitslosigkeit deutlich. Junge Erwachsene ohne Berufsausbildung haben nicht nur sehr häufig gering qualifizierte Eltern, sondern zumeist auch Mitschüler und Freunde, die keine Berufsausbildung abgeschlossen haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Eltern wie Freunde arbeitslos sind, ist damit sehr hoch. Als Folge stehen ihnen bei der Arbeitsplatzsuche deutlich weniger Informationen über das Wann, Wo und Wie des Sich-Bewerbens zur Verfügung. Sie haben in den Betrieben seltener einen Leumund und eine persönliche Fürsprache durch bereits Beschäftigte.

Aktuelle Untersuchungen zur Weiterbildung weisen auf ein zusätzliches Problem hin: Jene, die Maßnahmen nutzen, sind meist schon gebildet. Im Jahr
2007 haben durchschnittlich 43 Prozent der Menschen im Alter zwischen 19 und
64 Jahren eine Weiterbildung gemacht. Bei den Personen mit niedrigen Schulabschlüssen lag die Quote bei 30 Prozent, bei den Nicht-Erwerbstätigen bei 29 Prozent, und von der Gruppe derer, die keine Berufsausbildung abgeschlossen haben, nahmen nur 23 Prozent an Weiterbildungen teil.

Welche Wege führen heraus aus der Bildungsfalle? Die Leibniz-Gemeinschaft präsentiert mit einem "Zwischenruf" nicht nur Befunde und Analysen, sondern bietet Rat und Orientierung. So zeigt sich deutlich, dass die Kindestagesbetreuung ab drei Jahren einen sehr positiven Effekt auf die Schullaufbahn haben kann; gerade für Jungen und Mädchen aus bildungsfernen Schichten. In Schulen geht es darum, die Durchlässigkeit nach oben zu erhöhen sowie Talente gezielter zu suchen und zu fördern. Und das Institut für Wissensmedien zeigt Wege, wie das Lernen außerhalb der Schule gefördert

werden kann (Stichworte Web 2.0 und "Wissenserwerb mit Cybermedien").
Hinweise zur Teilnahme:
Bitte melden Sie sich wegen der Raumplanung unbedingt per Antwortmail an zens@leibniz-gemeinschaft.de

Rückfragen bitte an
Josef Zens
Leibniz-Gemeinschaft
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schützenstraße 6a
10117 Berlin
Tel. +49 30 20 60 49 42
Fax. +49 30 20 60 49 55
Weitere Informationen: http://www.leibniz-gemeinschaft.de
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