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Wenn die Seele krank ist: 4. Jahreskongress Psychotherapie "Wissenschaft-Praxis" in Bochum

17.10.2008 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Von Psychischen Störungen im Alter bis hin zu Essstörungen

Die psychotherapeutische Versorgung von älteren Menschen ist mangelhaft. Psychische Erkrankungen werden im Alter häufig nicht erkannt oder nicht ernst genommen und somit auch nicht angemessen behandelt. "Psychotherapie bei älteren Menschen" ist deshalb eines der beiden Schwerpunktthemen des 4. Jahreskongresses Psychotherapie am 25. und 26. Oktober 2008 in Bochum (EBZ/Campus-Hotel Springorumallee 20). Hier treffen sich rund 300 Psychologen und Ärzte, um über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse hierzu zu diskutieren und neue Impulse für die Versorgungspraxis zu erhalten. Im Alter ändert sich vieles

Veränderungen des Körpers, des sozialen Umfeldes, des Lebensraumes, das alles sind Faktoren, die für ältere Menschen Ausschlag für die Entstehung von Ängsten und Depressionen sein können. Auch traumatische Lebenserfahrungen können auch nach vielen Jahren noch seelische Belastungen hervorrufen und eine psychologische Behandlung notwendig machen. Viel zu häufig werden psychische Erkrankungen bei älteren Menschen nicht wahrgenommen. Niedergelassene Psychologen und Ärzte auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, ist das Ziel des Kongresses. In verschiedenen Workshops, beispielsweise über den Umgang mit körperlichen Veränderungen oder Stimmungsstörungen sollen sie in speziellen Therapieansätzen für die Generation ab 60 geschult werden.

Leitlinien bieten Sicherheit

Zweiter Schwerpunkt sind Leitlinien in der Versorgung psychischer Erkrankungen. Leitlinien sind ein Instrument für den zügigen Transfer internationaler wissenschaftlicher Forschungsergebnisse in die Versorgungspraxis. In der somatischen Medizin sind sie bereits für verschiedene Volkskrankheiten implementiert. In der Psychotherapie steht die "Nationale Versorgungsleitlinie Depression" kurz vor dem Abschluss. Der Kongress bietet Gelegenheit, mit psychologischen und ärztlichen Referenten die Erfahrungen zu diskutieren, die bei der Entwicklung dieser Leitlinie gemacht wurden. Weitere Themen sind u.a. Psychotraumatologie, Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen sowie Essstörungen.

Programm im Internet

Informationen zum Kongressprogramm, den Vorträgen und Workshops finden Sie im Internet unter http://www.unifortbildung-psychotherapie.de. Der Kongress ist eine gemeinsame Veranstaltung des Hochschulverbundes Psychotherapie NRW (unter Federführung der RUB, Fak. für Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Prof. Dr. Dietmar Schulte) und der Psychotherapeutenkammer NRW.

Weitere Informationen

Dr. Christoph Koban, Fakultät für Psychologie, Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie/Zentrum für Psychotherapie, Tel. 0234/32-27716, E-Mail: koban@kli.psy.rub.de
Weitere Informationen: http://www.unifortbildung-psychotherapie.de - Informationen zum Programm
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