Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 27. November 2014 

GRS-Jahresbericht 2006/2007 veröffentlicht

27.10.2008 - (idw) Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH

Der Jahresbericht 2006/2007 belegt an vielen repräsentativen Projekten, dass sich die GRS wieder für die Erhaltung und die Weiterentwicklung der nuklearen Sicherheit in Deutschland, zunehmend auch international, eingesetzt und damit ihren gesellschaftlichen Auftrag verantwortungsvoll erfüllt hat. Die GRS ist Deutschlands zentrale Fachorganisation auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheit. Nukleare Sicherheit ist eine interdisziplinäre Aufgabe, die nur im interna-tionalen Verbund effektiv angegangen werden kann. Daher unterhält die GRS vielfältige internationale Kooperationen mit verschiedenen ausländischen Organisationen. Dieses Engagement zeigt sich in zahlreichen bilateralen Kooperationsabkommen sowie in der Mitwirkung an einer Vielzahl von Aktivitäten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der Europäischen Union.
Außerdem hat die GRS mit ihrem französischen Partner IRSN (Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire) durch den bereits 1999 ins Leben gerufenen "EUROSAFE Approach" einen besonderen Akzent gesetzt. Dieser Ansatz hat sich mittlerweile zu einer europäischen Initiative entwickelt, mit dem Ziel, die sicherheitstechnischen Vorgehensweisen in Europa zu harmo-nisieren. Er umfasst das jährlich stattfindende EUROSAFE-Forum für nuklea-re Sicherheit, die Zeitschrift EUROSAFE Tribune und die EUROSAFE Web-seite. Zu dem Ansatz kam im im Mai 2006 ein weiterer Eckpfeiler hinzu mit der Gründung des "European Technical Safety Organisations Network" (ETSON), bestehend aus GRS, IRSN und Bel V (ehem. AVN, Belgien). Die Erweiterung des Netzwerks um die technischen Sicherheitsorganisationen Finnlands und Tschechiens steht kurz bevor.

Das Arbeitsfeld Reaktorsicherheit umfasst sicherheitsgerichtete Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für Kernkraftwerke sowie Untersuchungen aktueller sicherheitstechnischer Fragen. Dazu gehört die Entwicklung von Modellen, mit denen Vorgänge im Reaktor simuliert werden können.
Eine besondere Stärke der GRS liegt in der Zusammenführung von Erkenn-tnissen aus der Forschung mit denen aus der Betriebserfahrung. Ein Schwerpunkt der Arbeiten ist die gezielte Aufbereitung und Bewertung von Betriebserfahrungen mit übergreifender sicherheitstechnischer Bedeutung sowie die Ableitung von Empfehlungen für Sicherheitsverbesserungen.
Zunehmende Bedeutung haben Fragestellungen erlangt, die sich mit men-schlichen und organisatorischen Sicherheitsaspekten sowie dem Zusam-menwirken von Technik, Mensch und Organisation befassen. Hierzu konnte die GRS wertvolle Beiträge leisten.

Schwerpunkte des Aufgabengebiets Ver-/Entsorgung und Strahlenschutz sind u. a. Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Sicherheit von End¬lagern für radioaktive Abfälle, Laborexperimente zur Entwicklung geotech¬nischer Modelle für Endlagerformationen sowie die Strahlenexposition beim Transport radioaktiver Stoffe.

Besondere Herausforderungen bleiben weiterhin die "Fortschreibung des kerntech¬nischen Regelwerks" und das Großprojekt "G8 Globale Partnerschaft - Physischer Schutz".

Für Ihre Zukunftssicherung nutzt die GRS Instrumente des Wissensmanagements und der Kompetenzerhaltung, um den Verlust an Know-how durch den altersbedingten Rückzug vieler Sachverständiger wirksam zu begegnen. Die bislang ergriffenen Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Die GRS ist im Begriff, sich in ihrer personellen Ausstattung zu sta-bilisieren beziehungsweise diese sogar auszubauen und dadurch ihre fachli-che Kompetenz zu sichern.

Der deutsch/englische Jahresbericht umfasst 252 Seiten. Er ist bei der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH, Stabsabteilung Kommunikation, Postfach 10 15 64, 50455 Köln, zu beziehen. Ein Download steht im Internet unter www.grs.de zur Verfügung.

Zum Unternehmen
Die GRS hat rund 400 Mitarbeiter, die eine Gesamtleistung von ca. 50 Mio. Euro pro Jahr erbracht haben. Sie ist gemeinnützig und hat ihren Sitz in Köln, weitere Betriebsteile in Garching/München, Braunschweig und Berlin.

Die Hauptauftraggeber der GRS sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das Auswärtige Amt (AA), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Landesbehörden und das Umweltbundesamt (UBA). Wichtigster internationaler Auftraggeber ist die Europäische Kommission.


Die Gesellschafter der GRS sind die Bundesrepublik Deutschland (46 %), die Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen (je 4 %) sowie die Technischen Überwachungs-Vereine und der Germanische Lloyd (zusammen 46 %).
Weitere Informationen: http://www.grs.de http://www.eurosafe-forum.org
uniprotokolle > Nachrichten > GRS-Jahresbericht 2006/2007 veröffentlicht
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/165852/">GRS-Jahresbericht 2006/2007 veröffentlicht </a>