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Internationales Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung - LMU München und Deutsches Museum gewinnen Ausschreibung

28.10.2008 - (idw) Deutsches Museum

(München, 28. Oktober 2008) Das Deutsche Museum und die LMU München erhalten eine umfassende Förderung für ein Internationales Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung. Das gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am vergangenen Freitag bekannt. Prof. Dr. Bernd Huber, Präsident der LMU München und Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums freuen sich über den Start des gemeinsamen Kollegs. Bundesministerin Dr. Annette Schavan beglückwünschte die in dieser Runde erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: "Die internationalen Kollegs werden den Forschungsstandort Deutschland in den Geisteswissenschaften sichtbar stärken. Mit unserer Initiative 'Freiraum für die Geisteswissenschaften' schaffen wir Kontinuität in der geisteswissenschaftlichen Förderung und setzen gleichzeitig ein wichtiges Signal für die Bedeutung dieser Wissenschaften."

Insgesamt rund 12 Millionen Euro stellt das BMBF dem International Institute for Advanced Study in Environment and History für die nächsten sechs Jahre zur Verfügung. Die LMU München und das Deutsche Museum betreiben das Institut gemeinschaftlich. Die beiden Wissenschaftler Prof. Dr. Christof Mauch (LMU) und Prof. Dr. Helmuth Trischler (Deutsches Museum) leiten das Projekt und haben sich vorgenommen, ein konsequent transdisziplinäres und international vergleichendes Kolleg aufzubauen. Hier werden neben der Kerndisziplin der Geschichtswissenschaft auch Politologie, Soziologie, Theologie, Amerikanistik, Kunstgeschichte, Ethnologie, Literaturwissenschaften, Regionalstudien, Geografie sowie Natur- und Ingenieurwissenschaften wie Biologie und Agrar- und Forstwissenschaften beteiligt sein. Münchner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden mit Teams von International Fellows über "Natur als kulturelle Herausforderung" forschen. Dabei werden Themenfelder wie Naturkatastrophen und Risikokulturen, Landschaften im Wandel, Ökologischer Imperialismus, Umweltkritik und Umweltethik sowie Wissensformen und Wissensbestände in der Umweltforschung im internationalen Vergleich neu konzipiert. Im Laufe der nächsten sechs Jahre werden sich über 100 Fellows in München im Rahmen des Projekts engagieren. Die Ergebnisse des Kollegs sollen auch in Ausstellungen des Deutschen Museums einer breiten Öffentlichkeit vermittelt werden.

Das Kolleg unterstreicht die Bedeutung Münchens als Standort international herausragender Forschung in den Geisteswissenschaften. Es stärkt zugleich die enge Kooperation des Deutschen Museums mit den Münchner Universitäten im Rahmen der Exzellenzinitiative.
Weitere Informationen: http://www.deutsches-museum.de/forschung/ - Forschung im Deutschen Museum
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