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Honorarprofessur der SPU St. Petersburg für Prof. emer. Dr. Hans Tränkle

30.10.2008 - (idw) Hochschule Reutlingen

Maschinenbauprofessor emer. Dr. Hans Tränkle der Hochschule Reutlingen wurde von der Staatlichen Polytechnischen Universität (SPU) St. Petersburg in Russland mit der Würde eines Honorarprofessors ausgezeichnet. Prof. Dr. Mikhail Radkevich, Dekan der Fakultät Maschinenbau, überreichte ihm die Urkunde in Anerkennung seiner Verdienste um die Partnerschaft zwischen den beiden Hochschulen. Prof. Baldur Veit, Leiter des Akademischen Auslandsamts, Prof. Dr.-Ing. Paul Wyndorps sowie weitere Professoren und Studierende des Studiengangs Maschinenbau wohnten der Zeremonie in St. Petersburg bei, die einer der Höhepunkte einer mehrtägigen Exkursion nach Russland war.

Prof. emer. Dr. Hans Tränkle, der seit seiner Pensionierung als Lehrbeauftragter im Studiengang Maschinenbau tätig ist, engagiert sich seit 1989 in der Hochschulpartnerschaft mit der SPU St. Petersburg. Sein größter Verdienst im Rahmen dieser Hochschulpartnerschaft war der erfolgreiche Abschluss eines Doppelmasterprogramms für den Maschinenbau, das ohne sein besonderes Engagement nicht zustande gekommen wäre. Dass dieses binationale Studienprogramm zwischen einer Forschungs-Universität wie der SPU St. Petersburg und einer Fachhochschule wie die Reutlinger Hochschule realisiert werden konnte, ist nicht alltäglich. Sogar eine Genehmigung des russischen Wissenschaftsministeriums war hierfür erforderlich.

Prof. Tränkle freute sich über die Honorarprofessur als Anerkennung seines Einsatzes für die russische Hochschulpartnerschaft, die er auch als Auszeichnung für die Hochschule Reutlingen betrachtet. "Ganz besonders freut es mich allerdings, dass wir Reutlinger Maschinenbauer mit Alexander Goloverov bereits den ersten russischen Absolventen mit einem Doppelmaster haben. Alexander Goloverov ist der Pionier im Deutsch-Russischen Programm", so Hans Tränkle. "Die Anforderungen allein schon wegen der Sprache sind hoch, sowohl für russische als auch für deutsche Studierende. Aber die jungen Leute packen es an". So studiert bereits eine Petersburger Maschinenbau-Studierende im Doppelmasterprogramm. Und Annette Verena Plies im vierten Bachelorsemester Maschinenbau bereitet sich auf ihren Weg nach Osten vor, zunächst für ein Austauschsemester an der Petersburger Uni, um die Sprache zu erlernen, aber mit der Zielsetzung, den deutsch-russischen Doppelmaster zu erlangen. Immerhin muss man dafür zwei Semester in Petersburg studieren. Grund genug, sich darauf rechtzeitig vorzubereiten.

Der Besuch an der SPU St. Petersburg zeigte Prof. Tränkle und der gesamten Reutlinger Delegation, wie großartig sich die hohen Petersburger Investitionen in Infrastruktur und Laborausstattungen an der russischen Universität ausgewirkt haben. Annette Verena wird ihre speziellen Kenntnisse in der CNC-Technik bei Projektarbeiten einbringen oder sich mit Rapid Prototyping, dem Spezialgebiet von Prof. Tränkle, beschäftigen können. Diese und weitere neue Technologien verbessern die Studiensituation immens, so dass Hans Tränkle das Doppelmasterprogramm auf einem guten Weg sieht. Prof. Baldur Veit, der wie Prof. Tränkle Honorarprofessor der SPU St. Petersburg ist, teilt den Optimismus seines Reutlinger und nunmehr auch "Petersburger" Kollegen, und freut sich über dessen Auszeichnung. "Dies ist ein weiteres Zeichen für die besonders guten Beziehungen zwischen den beiden Hochschulen, die sich im Laufe der bestehenden Kooperation entwickelt haben", so Baldur Veit.

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