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Europäische Tagung: Neue Wege zur Reintegration straffälliger Menschen

08.05.2003 - (idw) Universität Bremen

Die Tagung "Innovative Wege zur nachhaltigen Reintegration straffälliger Menschen - Reformmodelle in den EU-Staaten" wird unter Federführung des Bremer Instituts für Kriminalpolitik (BRIK) im Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen organisiert.

Wie müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen gestaltet sein, damit die Reintegration Strafgefangener gelingen kann? Welche sozialen Hintergründe sollten dabei berücksichtigt werden? Welche Rolle spielen die Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichen in den Strafanstalten? Wie funktioniert die Reintegration in anderen Ländern? Diese Fragen sind Thema der transnationalen Konferenz "Innovative Wege zur nachhaltigen Reintegration straffälliger Menschen - Reformmodelle in den EU-Staaten", die am 9. und 10. Mai in Potsdam stattfindet. Die Tagung wird unter Federführung des Bremer Instituts für Kriminalpolitik (BRIK) im Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen organisiert.

Themen der europäischen Tagung sind die praktische Organisation und der rechtliche Rahmen von Fragen der sozialen und beruflichen Reintegration von Strafgefangenen. Dazu zählt insbesondere der Übergang von der Haft in die Zeit nach der Entlassung. An der Tagung werden Expertinnen und Experten verschiedener Bereiche teilnehmen: Kriminologen mit praktischer Erfahrung, Mitglieder verschiedener Verwaltungseinrichtungen, JVA-Mitarbeiter mit entsprechendem Erfahrungshintergrund, Bewährungshelfer und Mitarbeiter freier Träger. In allen europäischen Staaten finden sich vergleichbare Problemstellungen: die Situation der Strafanstalten, die Aufgabe der Reintegration von Strafgefangenen, die Fragen der rechtlichen Rahmenbedingungen. Deshalb wird ein systematischer Vergleich von Erfahrungen aus den verschiedenen europäischen Ländern vorgenommen. Wichtig ist dabei auch die Frage der europäischen Rechtsangleichung

Die Tagung basiert auf den Erfahrungen zweier früherer Konferenzen. Die erste Konferenz behandelte die Problemstellungen auf lokaler Ebene, die zweite auf nationaler Ebene unter Einbezug ausländischer Beiträge. Die Ergebnisse beider Konferenzen machten deutlich, dass ein großer Bedarf an Austausch und Ideen besteht - sowohl instituts- als auch länderübergreifend. Die Tagung zielt darauf ab, einen entsprechenden Austauschprozess zu fördern und zu beschleunigen.

An der Veranstaltung beteiligen sich sechs Partner aus vier verschiedenen Mitgliedsstaaten: Fachhochschule Potsdam, Bremer Institut für Kriminalpolitik der Universität Bremen (federführend), Arbeitsgruppe Kriminologischer Dienst NRW, Hanse Law School Groningen / Niederlande; Prison Community Links, York / Großbritannien, Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie Wien / Österreich. Die Tagung erfolgt mit finanzieller Unterstützung aus dem Grotius-II Programm der Europäischen Kommission. Die Schirmherrschaft hat Frau Brigitte Zypries, Bundesministerin für Justiz, übernommen.

Das Bremer Institut für Kriminalpolitik besteht als fachbereichsübergreifende wissenschaftliche Einheit seit 1994. Darin arbeiten Kriminalwissenschaftlerinnen und Kriminalwissenschaftler des Fachbereichs Rechtswissenschaft und Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler interdisziplinär zusammen.

Weitere Informationen:
Ralf Bührs, Jürgen Hillmer
Tel.: (0421) 218-2597,
E-Mail: buehrs@uni-bremen.de,
Internet: www.quovadis.uni-bremen.de.
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