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10-jähriges Jubiläum des ZFH-Fernstudienverbundes

04.11.2008 - (idw) Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

"Durchlässigkeit von beruflicher und akademischer Bildung" als TOP-Thema der Festveranstaltung "10 Jahre ZFH im Dreiländerverbund

Gemeinsame Presseerklärung
der Wissenschaftsministerien
der Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland
und der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) Koblenz, 04. November 2008 - Anlässlich des 10-jährigen erfolgreichen Bestehens des ZFH-Fernstudienverbundes befassten sich gestern die Staatssekretäre der Wissenschaftsministerien von Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland mit der Durchlässigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

Angesichts demographischer Entwicklungen und steigendem Bedarf an Höherqualifizierungen fordern Bildungseinrichtungen ebenso wie Unternehmen eine größere Durchlässigkeit, Offenheit und eine bessere Verzahnung zwischen den Bildungssystemen. Ansonsten drohe dem Land, so prophezeit die OECD, ein massiver Mangel an qualifizierten Arbeitskräften - mit fatalen Folgen für Unternehmen und die Volkswirtschaft.

Den aktuellen Herausforderungen stellt sich auch der ZFH-Fernstudienverbund: Der auf Basis eines Staatsvertrages im Jahre 1998 gegründete Zusammenschluss von 13 Fachhochschulen in den drei Ländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland hat in den letzten 10 Jahren eine breite Palette berufsbegleitender Fernstudiengänge entwickelt. Gerade für Berufstätige oder Personen in beruflicher Neuorientierung bieten sich hier Chancen zur Nach- und Höherqualifizierung. In Anbetracht des wachsenden Qualifizierungsbedarfs hat die Frage des Zugangs zum Hochschulstudium und der Anerkennung außerhalb der Hochschule erworbener Kompetenzen gegenwärtig besondere Brisanz. Auch wenn sich die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Bundesländern in den letzten Jahren verbessert haben, sind die Übergänge zwischen beruflicher Bildung und Hochschulbildung noch verbesserungswürdig.

Im Rahmen eines Podiumsgeprächs nahmen die Staatssekretäre der drei Bundesländer Stellung. Staatssekretär Michael Ebling vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur unterstrich: "Eines der zentralen Ziele der rheinland-pfälzischen Bildungs- und Hochschulpolitik ist: Wir wollen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass es mehr akademisch ausgebildete Menschen gibt. Auch dank dem Fernstudienverbund und seinen zahlreichen Angeboten wurde das Spektrum der Möglichkeiten für eine akademische Weiterqualifizierung von Menschen, die bereits im Beruf stehen, in den vergangenen Jahren verbreitert. So gibt es beispielsweise bereits pauschale Anerkennungsverfahren für Qualifikationen aus externen Bildungseinrichtungen bei der Aufnahme eines Studiums hier im Land. Auch haben wir eine fortschrittliche Regelung, die den Zugang zu weiterbildenden Master-Studiengängen auch ohne einen ersten Hochschulabschluss ermöglichen kann. Nachdem Rheinland-Pfalz 1996 und 1997 den Zugang beruflich qualifizierter Fachkräfte zu den Hochschulen geöffnet hat, setzen wir uns zudem mit allem Nachdruck dafür ein, dass es zu länderübergreifenden einheitlichen Regelungen für die Zugangswege beruflich Qualifizierter in die Hochschulen kommt."

Nach Meinung von Dr. Christian Ege, Staatssekretär vom Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes hat die ZFH in 10 Jahren gezeigt, dass die Fachhochschulen unserer Bundesländer verstanden haben, wie sie ihr Wissen auch in der Weiterbildung maßgeschneidert vermitteln können. "Diese Leistung für die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems hat auch in den nächsten Jahren eine strategische Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und damit für die Hochschulen. Wir müssen heute die Weichen dafür stellen, dass mehr beruflich Qualifizierte die Bildungsangebote der Hochschulen annehmen, wenn sie sich mit der Berufsqualifikation dafür bewährt haben. Dann müssen auch Teile Ihrer Ausbildung angerechnet werden können."

Staatssekretär, Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz vom hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst erklärte: "Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung berufsbegleitender Weiterbildung, der beruflichen Qualifizierung und des lebenslangen Lernens erfüllt die Zentralstelle eine wichtige koordinierende wie Impulse gebende Funktion, um entsprechende Angebote in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachhochschulen bereit zu stellen. Die kontinuierlich steigende Nachfrage ist der beste Beleg für die Qualität der Studienangebote. Ich bedanke mich für die Zusammenarbeit in den vergangenen 10 Jahren und wünsche im Namen des Landes Hessen auch weiterhin viel Erfolg bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe."

"Hochschulzugänge erleichtern, länderübergreifend vereinheitlichen und weitere Anrechnungsmöglichkeiten schaffen, um mehr Berufsqualifizierte zu den Hochschulen zu führen" lautet das gemeinsame Fazit des Podiumsgesprächs der drei Staatssekretäre. Damit sind auch wichtige Gestaltungsaufgaben umschrieben, die sich dem ZFH-Fernstudienverbund auf dem Weg zur größeren Durchlässigkeit und Öffnung der Hochschulen stellen.

Über die ZFH:
Die 1995 gegründete Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) mit Sitz in Koblenz ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Die ZFH fördert die Entwicklung und Durchführung von Fernstudien in diesen Bundesländern und arbeitet dazu mit 13 Fachhochschulen im ZFH-Fernstudienverbund zusammen. Basis des länderübergreifenden Verbundes bildet ein im Jahr 1998 ratifizierter Staatsvertrag. Das Angebotsspektrum erstreckt sich auf aktuell 16 Fernstudienangebote betriebswirtschaftlicher, technischer und sozialwissenschaftlicher Fachrichtungen, die als Studiengänge oder auch in Form ausgewählter Module belegt werden können. Die Abschlüsse reichen von Hochschulzertifikaten über Diplomabschlüsse bis hin zu international anerkannten Bachelor- und Master-Titeln. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZFH unterstützen die Hochschulen bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Durchführung der Fernstudiengänge, sind für die Pflege und Distribution des Studienmaterials zuständig und beraten Interessenten rund um das Fernstudium.


Redaktionskontakt:
Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen
Dr. Margot Klinkner
Stv. Geschäftsführerin
Leitung Bereich II: Einrichtung, Vermarktung und Qualitätssicherung
von Studiengängen und Studienmaterialien
Rheinau 3-4
56075 Koblenz
Tel.: 0261/91538-16, Fax: 0261/91538-716
E-Mail: m.klinkner@zfh.de,
Internet: http://www.zfh.de

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