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Frauenbeauftragte der Universität Kaiserslautern stellt Strategiekonzept vor

08.05.2003 - (idw) Universität Kaiserslautern

Der Senat der Universität Kaiserslautern hat in seiner Sitzung am 30. April 2003 erstmals eine Frauenbeauftragte gewählt. Die 45-jährige Leiterin des Lehrstuhls Regionalentwicklung und Raumordnung, Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß, wird als Frauenbeauftragte zukünftig zusammen mit der Leiterin des Frauenbüros, Dr. Doris Niemeyer, für die Umsetzung konkreter frauen- und familienfreundlicher Projekte verantwortlich sein. Ziel, so Troeger-Weiß, muss es sein, die Universität Kaiserslautern zu einer der familienfreundlichsten Universitäten Deutschlands zu machen.

Im einzelnen ist es - nach den Vorstellungen der neuen Frauenbeauftragten - notwendig, das Potential der Abiturientinnen stärker zu nutzen, liegt doch die Zahl der weiblichen Studienanfänger in Kaiserslautern bei ca. 40 Prozent, der Anteil der Absolventinnen bei 24 Prozent. Bundesweit ist die Zahl der weiblichen Erstsemester in diesem Sommersemester mit 51 Prozent erstmals höher als die der männlichen Studienanfänger. Aufgrund der zukünftigen demographischen Entwicklung wird jedoch der Arbeitsmarkt in allen Bereichen hochqualifizierte Frauen benötigen. Eine zielgerichtete Frauenförderung an der Universität Kaiserslautern kann hierzu einen Beitrag leisten.

Auch im Bereich des akademischen Mittelbaus und insbesondere bei den Professuren ist der Anteil der weiblichen Mitarbeiter und Beschäftigten in Kaiserslautern noch unterdurchschnittlich, was sich auch auf die technisch-naturwissenschaftliche Fächerstruktur der Universität zurückführen lässt. Von großem Vorteil ist dabei, dass die rheinland-pfälzischen Universitäten über ein Anreiz- und Förderinstrument verfügen, das einen hohen Anteil weiblicher Studierender und insbesondere einen hohen Anteil an weiblichen Beschäftigten finanziell honoriert - ein Ansatz, der bislang in dieser Form deutschlandweit weitgehend einmalig sein dürfte. Damit - so Gabi Troeger-Weiß - ist für Leiter von Arbeitsgruppen, Fachgebieten und Lehrstühlen ein finanziell messbarer Anreiz gegeben, Frauen verstärkt in die Personalplanung und Personalentwicklung einzubeziehen. Die Frauenbeauftragte und das Frauenbüro der Universität werden ihrerseits alle Möglichkeiten ausschöpfen, um einen Beitrag zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu leisten.Die Unterstützung der Umsetzung des bestehenden Maßnahmenkatalogs der Fachbereiche zur Gleichstellung, der Aufbau und die Umsetzung eines frauenspezifischen Marketingkonzepts zur Gewinnung von mehr weiblichen Studierenden, eine frauenspezifische Job-Börse, eine Berufswegeplanung und -begleitung für Studentinnen, frauenspezifische Fort- und Weiterbildung, der Aufbau eines Coaching-Centers für Nachwuchswissenschaftlerinnen in Verbindung mit dem bereits laufenden Mentoren-Programm, eine Info-Börse über Stipendien, Fundraising und Sponsoring für die wissenschaftliche Weiterqualifikation von Frauen sowie eine umfassende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind Projekte, die sich die neue Frauenbeauftragte in den nächsten Jahren vorgenommen hat. Hierzu - so Troeger-Weiß - bedarf es allerdings der umfassenden Unterstützung der einzelnen Fachbereiche und einer finanziellen Grundausstattung.

"Die Einrichtung des Amtes einer Frauenbeauftragten an einer Universität bringt eine Vielzahl von Chancen mit sich. Aktive, pragmatische und projekt-orientierte Familien- und Frauenförderung wird einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbs- und Konkurrenzfähigkeit der Universität Kaiserslautern in Deutschland, Europa und im internationalen Bereich leisten" - dies ist die übereinstimmende Auffassung des Präsidenten und der Frauenbeauftragten der Universität Kaiserslautern.
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