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Siegreich: Berufsausbildung am Puls der Wissenschaft

10.11.2008 - (idw) Universität Leipzig

Zwei ehemalige Auszubildende der Universität Leipzig trugen kürzlich Siege in landesweiten Berufswettbewerben heim. So gehörte der Elektroniker Toni Wichmann am Ende seiner Ausbildung an der Uni zu den frischgebackenen Gesellen, die sich im Haus der Sächsischen Elektrohandwerke Dresden, unter den Augen der Jury des Fachverbandes für Elektro- und Informationstechnik Sachsen, kniffligen Aufgaben stellten. Er bewältigte sie mit Bravour und kehrte als Landessieger nach Leipzig zurück. Feinwerkmechaniker Marcus Büchel erreichte im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks in seinem Beruf ebenfalls den 1. Platz auf Landesebene. An der Universität Leipzig werden 72 künftige Facharbeiter ausgebildet, das heißt, jeder hundertste Lehrling des Regierungsbezirkes startet unter dem Dach der Universität ins Berufsleben. "Auch wenn die Auszubildenden oft im Schatten der Studentenschaft stehen, ist eine möglichst umfassende und ausdifferenzierte Lehrstellenstruktur ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen der Universität", so Personaldezernent Dr. Fritz König.
"In den letzten 10 Jahren wurde die Anzahl der Ausbildungsplatze um etwa 20 erhöht. Dabei haben wir uns nicht allein am eigenen Bedarf ausgerichtet, sondern behalten stets die Verpflichtung im Blick, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Dies zeigt auch das Angebot der Universität jeden Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss in ein auf sechs Monate befristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen."

Bei den Schulabgängern aus Leipzig und ganz Deutschland ist die Uni als Lehrbetrieb sehr gefragt, so dass aus einem Vielfachen an Bewerbern die passenden Auszubildenden ausgewählt werden müssen. Besonders heiß begehrt sind die Stellen in der Veterinärmedizinischen Fakultät, wo man Tierpfleger oder Tiermedizinische Fachangestellte werden kann. Über 350 Kandidaten drängelten sich um die acht Lehrverträge die dort im Jahr 2008 bereitstanden. Nicht ganz so zugespitzt ist das in den anderen elf Berufen. Derzeit werden junge Leute ausgebildet zum Chemie-, Biologie- oder Physiklaboranten, zum Facharbeiter für Medien und Informationsdienste, zum Elektroniker, Feinmechaniker, Gärtner, Fachangestellten für Bürokommunikation, Fachinformatiker, Glasapparatebauer, Tierpfleger und Tiermedizinischen FA und zum Mediengestalter.

Dass so viele junge Leute die Universität im Auge haben, hat mehrere Gründe. Durch die Nähe zur Forschung und im Umfeld der Studierenden gestaltet sich die Lehre besonders innovativ. Spezielle Lehrwerkstätten und erfahrene Meister garantieren gleichzeitig eine solide Grundlagenausbildung. Hinzu kommt, dass sich bei der Ausschreibung unbefristeter Stellen in den vergangenen Jahren nicht selten die Azubis aus dem eigenen Haus durchsetzen konnten. Andere fanden in Forschungsprojekten zumindest eine befristete Anstellung.

Jetzt bewerben

Bis zum 31. Dezember 2008 kann man sich für eine im Sommer 2009 beginnende Lehre in folgenden Berufen bewerben: an der Fakultät für Chemie und Mineralogie zum Chemielaboranten, an der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie zum Gärtner Fachrichtung Zierpflanzenbau und an der Fakultät für Physik und Geowissenschaften zum Physiklaboranten oder Feinwerkmechaniker. In der Zentralverwaltung beginnen Ausbildungsgänge zum Fachangestellten für Bürokommunikation. Das Universitätsarchiv und die Universitätsbibliothek bieten Ausbildungsmöglichkeiten für künftige Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek beziehungsweise Archiv. Im Dezernat Planung und Technik kann man Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik werden. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät bildet Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration oder Anwendungsentwicklung aus, das Universitätsrechenzentrum Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration. Die Veterinärmedizinische Fakultät bietet Lehrstellen für künftige Tiermedizinische Fachangestellte und für Tierpfleger der Fachrichtung Forschung und Klinik. Neue Lehrstellen als Biologielaborant, Glasapparatebauer und Mediengestalter gibt es für Herbst 2009 keine.


Marlis Heinz

weitere Informationen:

Daniela Reichardt
Telefon: 0341 97-33 0 26
E-Mail: dreich@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/dezernat3
Weitere Informationen: http://www.uni-leipzig.de/berufsausbildung
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