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An drei Abenden Einblick in die Vielfalt und Qualität des afrikanischen Films

10.11.2008 - (idw) Universität Bayreuth

Bayreuth (UBT). Die afrikanischen Filmtage "CINEMA AFRICA 2008" möchten einem breiten Publikum Einblick in die Vielfalt und die Qualität des afrikanischen Films bieten und stellen das Filmschaffen der anglophonen und frankophonen Länder Afrikas vor. Sie finden zum ersten Mal ab morgen an drei aufeinander folgen Abenden im Cineplex Bayreuth statt. Dieses Jahr stehen Filme im Vordergrund, die sich mit der Rolle der Medien in Konfliktsituationen und mit Ökologie- und Wirtschaftsthemen auseinandersetzen. Eine kurze Einführung zu den einzelnen Filmen wird von Professor Dr. Ute Fendler erfolgen, die den Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Universität Bayreuth inne hat und das Festival konzipierte. Außerdem werden vier afrikanische Filmemacher und Filmemacherinnen zu Gast sein und im Anschluss an die Filmvorführung dem interessierten Publikum für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen.
Den Auftakt macht morgen (11. November, 19:30 Uhr) der Film "Back to Africa" von Othmar Schmiderer. Getragen vom fesselnden afrikanischen Sound of Music, begleitet der Film fünf Darsteller der Show "AFRIKA! AFRIKA!" in ihre Heimatländer. Gedreht in Senegal, Ghana, Gambia, Kongo und in Europa, erzählt die Dokumentation mit deutschen Untertiteln in faszinierenden Bildern von Lebensfreude und Alltagskultur, von Tanz und Musik, von Vielfalt und Inspiration. Zur Truppe gehören Ebraima Tata Dindin Jobarteh aus Gambia, der die traditionelle Stegharfe spielt, die Tänzerin Mingue Diagne Sonko aus dem Senegal, der Choreograf und Tänzer Georges Momboye von der Elfenbeinküste, der im Kongo aufgewachsene Schlangenmensche n Makaya Dimbelolo und Dickson Oppong aus Ghana, eine lebende mit Schüsseln jonglierende Wasserfontäne. Ihre Geschichten zeigen ein Afrika, das wir bisher nicht wirklich kannten.
Am Mittwoch (12. November) wird der Film "Une Affaire de Nègres" gezeigt. Niemand hat es gesehen oder wollte es sehen: In den Jahren 2000/01 geschah in der Gegend von Douala, im Westen Kameruns, in aller Öffentlichkeit ein Drama, von dem sich die kamerunische Bevölkerung zunächst abwendete, als ob sie nicht beteiligt gewesen wäre: 1.600 Personen wurden bei Massenverhaftungen umgebracht oder verschwanden spurlos. Auch die Regisseurin Osvalde Lewat-Hallade, fühlte sich zunächst nicht angesprochen. Doch einige Jahre später zeigt sie in einem, wie sie selbst sagt, kathartischen Dokumentarfilm das Unvermögen eines Staates, für die Sicherheit seiner eigenen Bevölkerung zu sorgen. Nach dem Film steht die Regisseurin für Fragen und Diskussion zur Verfügung!
Zum Abschluss des Festivals geht es am Donnerstag (13. November) um den Film "Ouaga Saga", eine aberwitzige Komödie mitten aus dem Leben in Afrika, das auf der Leinwand in seiner ganzen Buntheit blüht. Filmemacher Dani Kouyaté erzählt die Geschichte einer Gruppe von jungen Leuten, die sich durchschlagen müssen in einem der ärmeren Viertel von Ouagadougou. Sie sind auf der Suche nach Hoffnung und Perspektiven, das Geld fehlt, nicht aber der Ideenreichtum. Und so lassen sie sich eben allerhand einfallen, und genießen das örtliche Kino als ein Paradies und einen Fluchtpunkt. Ob sie es wohl schaffen, sich den Traum vom Multiplex zu erfüllen, in dem sie gleich mehrere Geschichten zeigen können? Wer weiß. Nach dem Film steht der Regisseur Dani Kouyatè für Fragen und Diskussion zur Verfügung!

Die Eintrittspreise betragen 6,00 ¤ / 5,50 ¤* zzgl. Logenzuschlag (*Ermäßigung für Schüler und Studenten). Reservierung: 09 21 / 7 64 70 50 oder http://www.bayreuth.cineplex.de.

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