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Projekt "Wertewelten" startet mit erstem Kolloquium

13.11.2008 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Öffentliche Auftaktveranstaltung mit der Schriftstellerin Herta Müller Vom 19. bis 22. November findet an der Universität Tübingen das erste Kolloquium des internationalen Kooperationsprojekts "Wertewelten" unter dem Titel "Dialog der Kulturen - Kulturen des Dialogs" statt. Eine öffentliche Abendveranstaltung mit der Schriftstellerin Herta Müller bildet den Auftakt des Kolloquiums am Mittwoch, dem 19. November, 20.00 Uhr, im Hörsaal 25, Kupferbau. In ihrem Vortrag "Gelber Mais und kein Geld" gibt die in Rumänien aufgewachsene Autorin, die bereits 2001 in Tübingen als Poetikdozentin beeindruckte, erste Einblicke in ihre derzeitige Arbeit. Sie erzählt von einem besonderen Dialog zwischen zwei Dichtern, nämlich zwischen ihr und dem 2006 verstorbenen Autor Oskar Pastior.

Das Projekt "Wertewelten" ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg gefördert. Koordiniert wird es vom Tübinger Komparatisten Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, vom Tübinger Juristen Prof. Dr. Heinz-Dieter Assmann und vom Leiter des Deutsch-französischen Instituts Ludwigsburg Prof. Dr. Frank Baasner. Ziel des Projekts ist es, verschiedene, in ihrer charakteristischen Denkweise begründete Wertesysteme einander gegenüber zu stellen und ihre Spezifika - auch die eines europäischen und außereuropäischen Wertekosmos - zu erkunden. An Stelle eines ab-strakten Dialogmodells, das auf die Etablierung globaler Standards abzielt, liegt der Schwerpunkt auf der sprachlichen Vermittlung und Konstitution von Werten. Aus diesem Grund steht das erste Kolloquium auch ganz im Zeichen des "Dialogs".

Bei dem Arbeitstreffen mit Literaten, Literatur- und Rechtswissenschaftlern aus unterschiedlichen Teilen der Welt (u. a. Afrika, Japan, Korea und Frankreich) wird es nicht so sehr um einen wirklichkeitsfernen Dialog zwischen den Kulturen gehen, vielmehr werden die unterschiedlichen Kulturen und Regeln des miteinander Redens an juristischen, künstlerischen und literarischen Darstellungen gemeinsam reflektiert. So soll auch die gemeinsame Kultur des sprachlichen Austauschs einer Revision unterzogen werden. In der internationalen Diskussionsrunde wird z. B. nach den Eigenheiten kultureller Dialogformen, den Möglichkeiten eines gelungenen Gesprächs und seinen Grenzen gefragt. Die ganze Bandbreite verschiedener Dialogkulturen soll vorgestellt werden: z. B. das Dialogkonzept l'arbre à palabres der Fon im afrikanischen Benin, der japanische Kotadama-Dialog oder das europäische, kritische Dialogmodell der Aufklärung.

Nähere Informationen:

Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, Universität Tübingen, Deutsches Seminar, Wilhelmstraße 50, 72074 Tübingen; Tel.: 07071/29-72907; juergen.wertheimer@uni-tuebingen.de; http://www.wertewelten.net

EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit · Michael Seifert
Wilhelmstr. 5 · 72074 Tübingen
Tel.: 0 70 71 · 29 · 7 67 89 · Fax: 0 70 71 · 29 · 5566
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