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Wirksame Hilfe für die Rückkehr ins normale Leben

21.05.2002 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Was bringt die psychotherapeutische Behandlung schizophrener Patienten? / Internationale Tagung am Heidelberger Universitätsklinikum

Etwa 800.000 Menschen in Deutschland erkranken mindestens einmal im Leben, an einer Schizophrenie, meist zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr. Die Betroffenen verlieren den Bezug zur Realität und zur eigenen Identität, entwickeln Wahnideen und Halluzinationen und ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Die Krankheit tritt in Schüben auf. Oft sind die Patienten lange Zeit beeinträchtigt und haben Mühe, ins normale Leben zurückzukehren. Doch häufiger als gemeinhin bekannt, gelingt es Patienten, ihre Krankheit zu überwinden.

Neben der Behandlung mit Psychopharmaka ist die Psychotherapie ein essentieller Bestandteil, der wesentlich zur Gesundung beitragen kann. Ein Internationales Symposium, das die Heidelberger Psychiatrische Universitätsklinik am 24. Mai 2002 veranstaltet, befasst sich mit der Frage, welchen Stellenwert sie für die symptomatische Besserung und Wiedereingliederung der Patienten hat. Bei der Tagung "Psychological Interventions in Schizophrenia" tragen Experten aus Skandinavien, Australien und den USA wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die für die Wichtigkeit der Einbeziehung psychotherapeutischer Behandlungsmethoden in der Therapie schizophrener Erkrankungen sprechen.

Der Film "A Beautiful Mind", der das Leben des schizophreniekranken Mathematikers und Nobelpreisträgers John Nash, seine Erkrankung und Heilung in eindrucksvoller Weise schildert, hat insbesondere in den USA zu einer regen öffentliche Diskussion über die Behandlungschancen bei Schizophrenie geführt. Frau Professor Courtenay Harding, die einen Vortrag bei der Heidelberger Tagung halten wird, hat in der "New York Times" daraufhin gewiesen, dass durch Therapieprogramme, die medikamentöse Behandlung mit umfangreicher psychotherapeutischer Therapie kombinieren, mehr Patienten zurück ins Leben geholfen werden könnten, als auch von Ärzten meist für möglich gehalten wird.

Die Tagung findet am 24. Mai 2002 von 10 bis 16.15 Uhr im Hörsaal der Psychiatrischen Universitätsklinik, Bergheim, Voßstraße 4 statt. Eingeladen sind insbesondere Mitarbeiter aller Berufsgruppen der psychosozialen Medizin, aber auch andere Interessierte aus benachbarten Disziplinen, den Medien und der Öffentlichkeit. Es wird keine Tagungsgebühr erhoben.
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