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Fresenius Erfinderpreis 2008 für Methode zur Diagnose von Vorhofflimmern verliehen

19.11.2008 - (idw) Fresenius SE

Eine Jury von Fachleuten hat heute eine Methode zur Diagnose von paroxysmalem (anfallsartigem) Vorhofflimmern mit dem Fresenius Erfinderpreis 2008 ausgezeichnet. Die Ingenieurin Dr. Nicole Kikillus aus Karlsruhe erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis auf der 10. Fresenius Erfindermesse im Rahmen der Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf. Der zweite Preis und 3.000 Euro gingen an den Berliner Arzt Christoph Hirche, der zusammen mit drei Kollegen ein Verfahren zur Identifikation und gezielten Entnahme von Lymphknotengewebe bei Krebspatienten entwickelt hat. Der dritte Preis wurde wegen der hohen Qualität der gezeigten Entwicklungen gleich zweimal verliehen: Über jeweils 2.000 Euro konnten sich Dr. Marc Jäger aus Karlsruhe für ein Erste-Hilfe-Sensorsystem und Tanja Gainey aus Heidelberg für eine Aufhängevorrichtung für Katheterbeutel an Rollstühlen freuen.

Vorhofflimmern ist die klinisch bedeutsamste Herzrhythmusstörung und kann das Schlaganfallrisiko erhöhen. Die Trägerin des diesjährigen Fresenius Erfinderpreises, Dr. Nicole Kikillus, hat eine Untersuchungsmethode entwickelt, mit der Vorhofflimmer-Patienten sehr zuverlässig erkannt werden können, auch wenn während der Untersuchung kein Vorhofflimmern auftritt. Dazu analysiert eine Software ein 30- bis 60-minütiges Einkanal-EKG (Elektrokardiogramm). "Eine frühzeitige Diagnose von Vorhofflimmer-Patienten ermöglicht eine Therapie und damit eine Reduzierung des Schlaganfallrisikos", erläutert die Erfinderin. "Die von mir entwickelte Methode lässt sich schnell und einfach anwenden, sodass sie sich auch zu breit angelegten Reihenuntersuchungen eignet."

Das zweitplazierte Team um Christoph Hirche hat ein fluoreszenzgestütztes Verfahren zur Identifikation und gezielten Entnahme (Biopsie) des Wächterlymphknotens bei Krebspatienten entwickelt. Die Methode kommt ohne Strahlenbelastung aus und ist bei gleicher Zuverlässigkeit einfacher als bisherige Verfahren. Dadurch kann sie auch in kleineren Krankenhäusern angewandt werden. Die Wächterlymphknoten-Biopsie soll verhindern, dass zum Beispiel bei Brustkrebsoperationen zu viele Achsellymphknoten entfernt werden und es dadurch nach der Operation zu Lymphstauungen im Arm kommen kann. Dr. Marc Jäger erhielt den dritten Preis für ein Erste-Hilfe-Sensorsystem, das nur so groß wie eine Münze ist. Bei Notfällen können Ersthelfer damit Puls und Atmung des Patienten messen und feststellen, ob Wiederbelebungsmaßnahmen nötig sind. Die ebenfalls mit dem dritten Preis ausgezeichnete Erfindung von Tanja Gainey ist eine Vorrichtung, mit der Katheterbeutel so unter den Rollstühlen befestigt werden können, dass es nicht zu einem Urin-Rückstau in die Blase kommen kann und die Patienten den Beutel selbständig erreichen und entleeren können.

Insgesamt präsentieren 20 ausgewählte Forscher und Entwickler ihre Ideen auf der Fresenius Erfindermesse. Eine mit Fachleuten aus Medizin und Wirtschaft besetzte Jury wählte daraus die drei Preisträger aus. Mit der Fresenius Erfindermesse will der Gesundheitskonzern Erfinder dabei unterstützen, professionelle Partner aus Wirtschaft und Industrie sowie potenzielle Investoren für die Vermarktung und Weiterentwicklung ihrer Ideen zu finden. Allen Ausstellern stellt Fresenius kostenlos einen Stand zur Verfügung, auf dem sie ihre Entwicklungen den Fachleuten und Medienvertretern aus aller Welt präsentieren können. An der Ausschreibung hatten sich in diesem Jahr insgesamt rund 50 Ärzte, Naturwissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Pflegekräfte beteiligt. Die Fresenius Erfindermesse findet alle zwei Jahre im Rahmen der MEDICA statt. Im vergangenen Jahr zählte die MEDICA mehr als 137.000 Besucher aus dem In- und Ausland.

Fotos der Preisträger senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Die Fresenius Erfindermesse ist auf der MEDICA in Halle 8b zu finden. Die MEDICA findet in Düsseldorf vom 19. bis zum 21. November 2008 von 10 bis 18.30 Uhr statt. Weitere Informationen zur Erfindermesse unter http://www.fresenius-erfindermesse.de, zur Medica unter http://www.medica.de.

Ansprechpartner für Ihre Rückfragen:
Fresenius SE
Dr. Bernd Ebeling
Tel.: 06172-608-2378
E-Mail: bernd.ebeling@fresenius.com

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Fresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die medizinische Versorgung von Patienten zu Hause. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 11,4 Milliarden Euro. Zum 30. September 2008 beschäftigte der Fresenius-Konzern weltweit 121.288 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weitere Informationen im Internet unter http://www.fresenius.de.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitig¬keiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.


Vorstand: Dr. Ulf M. Schneider (Vorsitzender), Rainer Baule, Dr. Francesco De Meo, Dr. Jürgen Götz,
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