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Assistenzsysteme fürs Alter - Niedersächsischer Forschungsverbund gestartet

21.11.2008 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Der vom Land Niedersachsen finanzierte Forschungsverbund "Gestaltung altersgerechter Lebenswelten" (GAL) hat seine Arbeit aufgenommen. HANNOVER. Der vom Land Niedersachsen finanzierte Forschungsverbund "Gestaltung altersgerechter Lebenswelten" (GAL) hat seine Arbeit aufgenommen. Entwickelt und erprobt werden Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben im Alter. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 3,1 Millionen Euro.

Allein in Deutschland werden im Jahr 2030 voraussichtlich mehr als 28 Millionen Menschen 60 Jahre und älter sein. Menschen in höherem Alter bilden die Bevölkerungsgruppe, die in den nächsten Jahren am stärksten wachsen wird. Intelligente Systeme spielen für Unabhängigkeit, Gesundheit und Pflege daher eine zunehmend wichtige Rolle.

Der neue Forschungsverbund trägt den Untertitel "Informations- und Kommunikationstechnik zur Gewinnung und Aufrechterhaltung von Lebensqualität, Gesundheit und Selbstbestimmung in der zweiten Lebenshälfte". Er wirft damit die Frage auf, wie neue Technologien die Lebensqualität im Alter verbessern können. An dem interdisziplinären Vorhaben sind Forscher aus den Bereichen Geriatrie (Altersheilkunde), Gerontologie (Alters- und Alternswissenschaft), Hörtechnik, Informatik, Ingenieurwissenschaften, Medizin, Medizinische Informatik, Ökonomie, Pflegewissenschaft, Psychologie und Rehabilitationspädagogik beteiligt.

"Von diesem Forschungsprojekt werden ältere Menschen künftig erheblich profitieren können. Neue Technologien zur aktiven und sicheren Lebensführung im Alter stellen aber auch ein rasant wachsendes Wirtschaftssegment dar. Schon heute nimmt Niedersachsen hier eine führende Position ein", sagte der Niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann.

Gemeinsam werden die Forscher in den nächsten drei Jahren assistierende Technologien für Haushalte entwickeln. Ein Beispiel: Die sensorbasierte Sturzprävention und -erkennung. Der Sturz ist eine der häufigsten Ursachen für die Einschränkung der Unabhängigkeit von älteren Menschen. Die Forscher möchten erreichen, dass zum einen bei Stürzen in der Wohnung auch bei Bewusstlosigkeit zuverlässig ein Notruf abgesetzt wird. Zum anderen soll eine Sturzgefährdung kontinuierlich erfasst werden, so dass bereits eingegriffen werden kann, bevor es zum Sturz kommt.

Das von der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen begutachtete Projekt läuft über drei Jahre. Gutachtervorsitzender war der renommierte Altersexperte Professor Andreas Kruse (Universität Heidelberg), seit Ende der 80er Jahre Verfasser der Altenberichte des Bundestages. Sprecher des Forschungsverbunds sind Professor Reinhold Haux (TU Braunschweig) und Professor Andreas Hein (OFFIS).

Die Niedersächsischen Partner des Projekts sind neben OFFIS die Technische Universität Braunschweig, das Institut für Sportmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover, das Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, das Kompetenzzentrum HörTech (Oldenburg), die Abteilung Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie (Oldenburg), das Zentrum Altern und Gesellschaft der Hochschule Vechta und die Arbeitsgruppe Pflegewissenschaft der Universität Osnabrück. Weitere Partner sind die Forschungsgruppe Geriatrie der Charité (Berlin) und die Abteilung Differentielle und Persönlichkeitspsychologie der Universität Potsdam.


Weitere Informationen zu GAL finden sich im Internet auf der "Homepage" des Projekts unter http://www.altersgerechte-lebenswelten.de/
Weitere Informationen: http://www.altersgerechte-lebenswelten.de/
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