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Was die Hochschulreformen bringen: RUB-Forscherteam untersucht die neue Steuerung von Universitäten

08.12.2008 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Bologna-Prozess, leistungsorientierte Mittelvergabe, Hochschulräte und vieles mehr: Was die Reformen und die neue Steuerung der Universitäten wirklich bringen, erforscht ein fachübergreifendes Team von Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum in den nächsten drei Jahren. Erstmals kommen in diesem Projekt alle Reformmaßnahmen seit Ende der 90er-Jahre auf den Prüfstand. Politik- und Verwaltungswissenschaftler, Juristen und Soziologen der RUB erhalten dafür insgesamt 650.000 Euro. Bochum, 08.12.2008
Nr. 404

Was die Hochschulreformen bringen
Forschungsprojekt: Neue Steuerung von Universitäten
RUB-Forscherteam erhält 650.000 Euro für drei Jahre

Bologna-Prozess, leistungsorientierte Mittelvergabe, Hochschulräte und vieles mehr: Was die Reformen und die neue Steuerung der Universitäten wirklich bringen, erforscht ein fachübergreifendes Team von Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum in den nächsten drei Jahren. Erstmals kommen in diesem Projekt alle Reformmaßnahmen seit Ende der 90er-Jahre auf den Prüfstand. Politik- und Verwaltungswissenschaftler, Juristen und Soziologen der RUB erhalten dafür insgesamt 650.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von der Hans-Böckler-Stiftung. Das Projekt startet am 1. April 2009.

Binnenmodernisierung für mehr Leistung

Das Thema ist hoch aktuell: Ende der 1990er-Jahre durch den Bologna-Prozess ins Rollen gebracht, haben die Hochschulen inzwischen zahlreiche Maßnahmen ergriffen und Reformen auf den Weg gebracht. "Binnenmodernisierung" lautet das Stichwort. Zu den neuen Steuerungsinstrumenten zählen zum Beispiel Zielvereinbarungen, die Einrichtung von Hochschulräten, Verfahren der leistungsorientierten Mittelvergabe - sowohl zwischen Land und Hochschulen wie auch innerhalb der Hochschulen. Mit dem Ziel, leistungsfähiger und effizienter zu werden, setzen die Hochschulen mehrere neue Steuerungsinstrumente gleichzeitig ein. Entsprechend verändert haben sich die Mechanismen, die dabei ineinandergreifen - in der sozial- und rechtswissenschaftlichen Forschung als "Governance-Regime" bezeichnet.

Im Blick: Das ganze Maßnahmenpaket

Das interdisziplinäre Forscherteam der RUB untersucht nun erstmals diese Governance-Regime und damit das Maßnahmenpakt als Ganzes statt einzelner Aspekte. In den Jahren 2009 bis 2011 erfassen die Forscher alle Reformmaßnahmen für alle Universitäten in Deutschland, sie dokumentieren Probleme bei der Umsetzung neuer gesetzlicher Vorgaben und sie untersuchen die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Universitäten. Anknüpfungspunkte ergeben sich aus bisherigen Einzel-Studien, zum Beispiel zur Institution der Hochschulräte (RUB-Studie aus dem Frühjahr 2008, s. http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2008/msg00046.htm).

Partner & Förderer

Die wissenschaftliche Leitung des Projekts liegt bei Prof. Dr. Jörg Bogumil (Lehrstuhl Vergleichende Stadt- und Regionalpolitik, Fakultät für Sozialwissenschaft), Prof. Dr. Rolf G. Heinze (Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Fakultät für Sozialwissenschaft) und Prof. Dr. Martin Burgi (Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Öffentliches Recht, Juristische Fakultät) in Kooperation mit Dr. Manfred Wannöffel von der gemeinsamen Arbeitsstelle RUB/IGM. Das BMBF fördert das Projekt in der Förderinitiative "Neue Governance der Wissenschaft - Forschung zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft" im Umfang von 412.000 Euro. Die Hans-Böckler-Stiftung stellt Mittel aus den Forschungsförderschwerpunkten "Zukunft des Sozialstaats" und "Berufliche und allgemeine Bildung" in Höhe von 238.000 Euro zur Verfügung.


Weitere Informationen

Prof. Dr. Jörg Bogumil, Fakultät für Sozialwissenschaft, Tel. 0234/32-27805, E-Mail: joerg.bogumil@rub.de

Prof. Dr. Rolf Heinze, Fakultät für Sozialwissenschaft, Tel. 0234/32-22981, E-Mail: rolf.heinze@rub.de

Prof. Dr. Martin Burgi, Juristische Fakultät, Tel. 0234/32-28275, E-Mail: ls.burgi@jura.rub.de

Dr. Manfred Wannöffel, Arbeitsstelle RUB/IGM, Tel. 0234/32-22929, E-Mail: manfred.wannoeffel@rub.de

Redaktion: Jens Wylkop

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