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Mehr als 2 Millionen Euro für Historische Geisteswissenschaften - Gerda Henkel Stiftung bewilligt Fördermittel für 42 Pr

15.12.2008 - (idw) Gerda Henkel Stiftung

Mehr als 2 Millionen Euro stellt die Gerda Henkel Stiftung für herausragende wissenschaftliche Projekte auf dem Gebiet der Historischen Geisteswissenschaften bereit. Die Stiftungsgremien bewilligten in ihrer zweiten Jahressitzung 38 Vorhaben aus den Bereichen Archäologie, Geschichtswissenschaften, Historische Islamwissenschaften und Kunstgeschichte sowie vier interdisziplinäre Forschungsprojekte. Mehr als 40 Prozent der Fördermittel gehen an Antragstellerinnen und Antragsteller außerhalb Deutschlands sowie an Kooperationsvorhaben unter Beteilung ausländischer Forscherinnen und Forscher. Personelle Änderungen
Vom 1. Januar 2009 an übernimmt der Konstanzer Frühneuzeitforscher Professor Dr. Rudolf Schlögl den Vorsitz des Wissenschaftlichen Beirates. Ebenfalls zum Jahresbeginn wurde der Baseler Kunsthistoriker und designierte Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Professor Dr. Andreas Beyer in den Beirat berufen. Rudolf Schlögl folgt in der Funktion des Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats Andreas Tönnesmann, Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, der nach achtjähriger erfolgreicher Mitwirkung im Gremium satzungsgemäß ausscheidet. Professor Schlögl (geb. 1955) ist seit 1996 Ordinarius der neueren Geschichte an der Universität Konstanz und zählt zu den herausragenden Frühneuzeitforschern der Gegenwart. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die ländliche Gesellschaft der Frühen Neuzeit, Frömmigkeit, Kirche und soziale Ordnung, die Entwicklung und Säkularisierung der vormodernen Wissens- und Weltdeutungssysteme, Herrschaft und Staatsbildung in der Frühen Neuzeit, Adelsgesellschaft und Hof, die politische Kultur der frühneuzeitlichen Stadt, die sozialwissenschaftliche Theoriebildung sowie das Themenfeld Kommunikation und Medien. Seit 2000 ist er Sprecher des Kulturwissenschaftlichen Forschungskollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft "Norm und Symbol. Die kulturelle Dimension sozialer und politischer Integration", seit 2006 Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichteten Exzellenzclusters 16 "Kulturelle Grundlagen von Integration". Prof. Schlögl ist geschäftsführender Herausgeber der Reihe "Historische Kulturwissenschaft" und Mitherausgeber der Zeitschrift "Geschichte und Gesellschaft". Dem Wissenschaftlichen Beirat der Gerda Henkel Stiftung gehört er seit November 2002 an.

Ebenfalls zum 1. Januar 2009 nimmt der Kunsthistoriker Andreas Beyer seine Arbeit im Wissenschaftlichen Beirat der Gerda Henkel Stiftung auf. Andreas Beyer (Jahrgang 1957) ist seit 2003 Ordinarius für Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Basel und designierter Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte, Paris. Zu den Forschungsschwerpunkten Professor Beyers zählen die Kunst und Architektur der Neuzeit (insbesondere Italiens) und der deutschen Klassik, die Politische Ikonographie, die Geschichte der Italienreise sowie die Themen Architektur und Bild, Kunst als Kulturtransfer sowie Methodologie und Wissenschaftsgeschichte. Andreas Beyer wirkt in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien mit und ist Mitherausgeber der "Zeitschrift für Kunstgeschichte".

Dem Wissenschaftlichen Beirat der Gerda Henkel Stiftung gehören damit ab 1. Januar 2009 an: Prof. Dr. Rudolf Schlögl (Vorsitz), Prof. Dr. Andreas Beyer, Prof. Dr. Willibald Steinmetz (Bielefeld) und Prof. Dr. Martin Zimmermann (München).

Bildangebote im Internet
Abbildungen von Prof. Dr. Rudolf Schlögl und Prof. Dr. Andreas Beyer können über die Internetseite der Gerda Henkel Stiftung angefordert werden:
http://www.gerda-henkel-stiftung.de/presse_detail.php?nav_id=472

Breites Themenspektrum: Schinkelrezeption und Musik im Kalten Krieg
Neben der Unterstützung von wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland durch die Finanzierung von Stipendien und Fellowships sowie von elektronischen Katalogen stehen die stiftungseigenen Förderinstrumente auch künftig im Zentrum der Stiftungsaktivitäten: So hat der Berliner Kunsthistoriker und Journalist Dr. Christian Welzbacher für eine Studie über den Maler und Architekten Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) ein Forschungsstipendium erhalten. Unter dem Titel "Karl Friedrich Schinkel. Stationen einer Kanonisierung 1841 bis heute" analysiert er den komplexen Prozess historischer Kanonisierung einer Künstlerpersönlichkeit. Ebenfalls im Rahmen eines Forschungsstipendiums widmet sich der Musikwissenschaftler PD Dr. Matthias Tischer (Weimar/Jena) den Musikkulturen, die sich im Osten und Westen Deutschlands nach 1947 ausbildeten. Unter Berück¬sichtigung aller Strömungen der Populär-, Film- und avancierten komponierten Musik erarbeitet er eine umfassende Untersuchung der "Musik in der Ära des Kalten Krieges". Die Gerda Henkel Stiftung fördert beide Vorhaben für die Dauer von zwei Jahren.


Kontakt
Pressestelle der Gerda Henkel Stiftung
Dr. Sybille Wüstemann, Tel.: 0211/936524-0
E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de
Weitere Informationen: http://www.gerda-henkel-stiftung.de
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