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Sparkassenstiftung Ostalb zeichnet Notation der Gebärdensprache aus

16.12.2008 - (idw) Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

Christine Kleine und Anna Preuninger von der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd sind für ihre Bachelor-Abschlussarbeit mit dem Hochschulpreis der Sparkassenstiftung Ostalb ausgezeichnet worden. Mit "Index 1.0" entwickelten sie eine innovative Schrift zur Notation der Gebärdensprache, die nach Ansicht der Jury eine "Weiterentwicklung darstellt, die weit über die bisher gebräuchlichen Systeme hinausreicht." Die auditive Benachteiligung gehörloser oder stark schwerhöriger Menschen erschwert in vielerlei Hinsicht ihre gesellschaftliche Integration. Der Zugang zur gesprochenen Sprache ist ihnen nur durch ein Ablesen von Lippenbewegungen möglich, die beim Nachsprechen meist falsch betont und artikuliert werden und damit in den Ohren Hörender eigenartig klingen. Die Gebärdensprache basiert bekanntermaßen ausschließlich auf visuellen Komponenten. Sie ist ausdrucksstark, verfügt über eine eigene Grammatik, ist dennoch schwer erlernbar. Aus diesen Verständigungsbarrieren gehörloser und hörender Menschen entsteht der Bedarf nach einer alltagstauglichen, schriftlichen Kommunikationsform - einer Notation der Gebärdensprache -, die die Kommunikation untereinander erleichtert und beispielsweise auch in Schule, Ausbildung oder Beruf einsetzbar ist.

Für ihr Abschlussprojekt "Index 1.0", das unter fachlicher Beratung von Prof. Dr. habil. Angelika Karger und Prof. Gabriele N. Reichert entstand, griffen Christine Kleine und Anna Preuninger die Grundprinzipien der von Valerie Sutton 1974 konzipierten Gebärdenschrift "SignWriting" auf. Das von Ihnen weiterentwickelte, optimierte Schriftbild basiert auf deutlich prägnanteren Piktogrammen, die gut lesbar sind und sich zugleich für einen schnelleren Schreibfluss eignen.

In ihrer Analyse und Neukonzeption der Schrift hatten die beiden
Kommunikationsdesignerinnen stets die internationale Tragfähigkeit vor Augen und entwickelten einen Zeichensatz, der auf Anforderungen von Gebärdensprachen anderer Länder erweiterbar ist.

Kontakt:
Ingrid Scholz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49(0)7171 602 600
Mail: ingrid.scholz@hfg-gmuend.de
Weitere Informationen: http://www.hfg-gmuend.de
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