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Fachbereichstag der Fachhochschulen im Agrarbereich:

17.12.2008 - (idw) Fachhochschule Südwestfalen

Umstellung auf Bachelor-Studiengänge erfolgreich abgeschlossen, weiterhin hohe Auslastung Im November 2008 sind an den Fachhochschulen im Agrarbereich bundesweit 3991 Studierende (Vorjahr 3936) in agrarwirtschaftlichen Diplom- oder Bachelor-Studiengängen eingeschrieben. Hinzu kommen noch 311 Studierende in Masterstudiengängen. Dies gab jetzt der Vorsitzende des Fachbereichstages der Fachhochschulen im Agrarbereich, Prof. Dr. Hans-Ulrich Hensche, bekannt. Im Fachbereichstag der Fachhochschulen arbeiten alle 11 Standorte mit agrarwirtschaftlichen Studiengängen zusammen.

Nach teilweise starken Zuwächsen, die an einzelnen Fachbereichen zu deutlicher Überlast geführt haben, hat die Mehrzahl der Standorte inzwischen örtliche Zulassungsbeschränkungen eingeführt. Nur so konnte nach Auskunft von Hensche, bei gegebenen Lehrkapaziäten die anerkannte Studienqualität gesichert werden. Wegen der weiterhin sehr guten Berufsaussichten sei die Zulassungszahl aber meist oberhalb der Kapazität festgesetzt worden. Für das laufende Wintersemester seien nur noch Einschreibungen in Bachelorstudiengängen erfolgt, insgesamt 966. Das entspräche dem Vorjahr. Hinzu kämen 112 Masterstudierende im ersten Semester gegenüber 60 im Vorjahr.

"Die Zahlen zeigen, dass die Umstellung auf Bachelor-Angebote inzwischen abgeschlossen und der Einstieg in Masterprogramme erfolgt ist", stellt Prof. Hensche fest. Mit einem Bündel von Maßnahmen werde sichergestellt, dass der Bachelor-Abschluss der bewährten Qualität des Fachhochschul-Diploms entspreche. Acht Standorten würden bereits anwendungsorientierte Masterangebote anbieten. Dies sei in den Grundzügen unter den Fachhochschulen abgestimmt. Die Absolventinnen und Absolventen seien wie beim Universitätsmaster zum Höheren Dienst zugelassen. Mit diesem Angebot eröffne sich auch für Studierende an Universitäten nach dem Bachelor die Möglichkeit, sich an einer Fachhochschule über einen anwendungsbezogenen Agrarmaster weiter zu qualifizieren. Andererseits hätten Bachelor von Fachhochschulen, die stärker an Grundlagenforschung interessiert seien und sich spezialisieren wollten, mit entsprechenden Studiengängen an Universitäten eine gute Perspektive. Diese Wechselmöglichkeiten zwischen den Hochschultypen seien ein echtes Plus der Umstellung auf die gestuften Studiengänge. Vielversprechend seien auch Masterstudiengänge, die in Kooperaiton zwischen Universität und Fachhochschule entwickelt würden.

"Insgesamt", so Prof. Hensche, " weisen die einschlägigen Leistungskriterien wie Auslastung, Studiendauer, Absolventenquote und Berufsaussichten in der Lehre für die Fachhochschulen weiterhin Spitzenwerte auf. Alle Fachhochschulstandorte sind regional verankert und überregional attraktiv".

Die hohen Erstsemesterzahlen der letzten Jahre schlügen sich erneut in einen weiteren Zuwachs der Absolventen nieder: Im Studienjahr 2007/2008 konnten 691 Studierende ihr Studium abschließen gegenüber 630 im Vorjahr. Darunter seien 56 Masterabsolventen (Vorjahr 51). Nach Einschätzung von Prof. Hensche setzt sich der Fachhochschul-Bachelor im Agrarbereich am Arbeitsmarkt zügig auf dem Niveau des bisherigen Fachhochschul-Diploms durch. Letzte Zweifel auf Arbeitgeberseite seien inzwischen durch die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Absolventen ausgeräumt worden. Die Erfahrungen würden dafür sorgen, dass künftig bei Einstellungen noch stärker darauf geachtet werde, an welche Hochschule die Bewerber studiert hätten.

Der Master sei eine Zusatzqualifikation, die weitere Türen auf dem Arbeitsmarkt öffne. Ein Zukunftsfeld sei das Thema Lehrkräfte. An Fachschulen und Berufskollegs seien in den nächsten Jahren praxisorientierte Abolventen gefragt.


Für einen umfassenden Ausbau dieser Aktivitäten stünden an den Fachhochschulen aber nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung, bemängelt Hensche. Hilfreich wäre neben der Einrichtung von Forschungsprofessuren über Pools, die Aufstockung der Mitarbeiterstellen. An den Standorten, an denen über Studienbeiträge finanzierte Stellen geschaffen werden konnten, seien positive Effekte für die Lehre deutlich zu spüren.

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