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Studentenwerke als regionaler Wirtschaftsfaktor

14.05.2003 - (idw) Deutsches Studentenwerk

Bundesweit 61 Studentenwerke profilieren sich immer stärker zu einem regionalen Wirtschaftsfaktor. Im Jahr 2002 konnten sie einen Umsatz von etwa 640 Millionen Euro verbuchen. Insgesamt sind 15.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei den Studentenwerken beschäftigt. "Jeder Student gibt nach der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) zwischen 600 und 700 Euro im Monat aus, das sind bei 1,9 Millionen Studierenden bis zu 1,3 Milliarden Euro. Dieses Geld kommt direkt der regionalen Wirtschaft zugute", sagte der Generalsekretär des DSW, Dieter Schäferbarthold.

Schon jetzt seien die Studentenwerke vielfach eng mit regionalen Unternehmen verknüpft, etwa bei der Beschaffung von Lebensmitteln. Auch Handwerksbetriebe profitierten von Aufträgen zur Sanierung und zur Wartung von Mensen oder Wohnheimen. "In Hochschulstädten wie Tübingen, Göttingen oder Ilmenau ist jeder vierte bis fünfte Einwohner ein Studierender", rechnete Schäferbarthold vor. "Der Wirtschaft in diesen Städten mit seinen 20.000, 26.000 bzw. 7000 Studierenden steht damit eine monatliche Kaufkraft zwischen 5 und 18 Millionen Euro zur Verfügung."

Die Studentenwerke verstehen sich auch als leistungsfähiger Partner der Kommunen, der regionalen Wirtschaft und der Hochschulen, wenn es darum geht, regionale Profile und die internationale Attraktivität zu steigern, so Schäferbarthold.

Die Studentenwerke sind moderne Dienstleistungsunternehmen. Um das Leistungsangebot für die Studierenden qualitativ weiterentwickeln zu können und um genaue Daten über die Sozialstruktur der Studierenden zu erhalten, wird in diesem Jahr die 17. Sozialerhebung durchgeführt. Im Auftrag des DSW verschickt HIS, Hochschul-Informations-System GmbH in Hannover jetzt bundesweit rund 60.000 Fragebögen an einheimische Studierende. Auch 10.000 ausländische Studierende werden befragt. Sie erhalten erstmals einen Fragebogen in englischer Sprache. "Aufgrund dieser Daten sind immer wieder zentrale hochschul-, bildungs- und verkehrspolitische Forderungen formuliert und Entscheidungen getroffen worden", betonte Schäferbarthold. Aber auch Angebote in Mensen und Cafeterien, bei den Wohnheimplätzen und in den Beratungsdiensten konnten aufgrund dieser Daten qualitativ weiterentwickelt werden.
Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.sozialerhebung.de.
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