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Täterforschung im globalen Kontext

28.01.2009 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut (KWI)

Bundesinnenminister Schäuble eröffnet internationale Konferenz zur Holocaust-Forschung der Bundeszentrale für politische Bildung, des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und der Royal Holloway University of London. "Eine Schlüsselfrage müssen wir immer wieder neu stellen: Warum handeln Täter so, wie sie handeln? Die Antworten darauf helfen, Formen extremer Gewalt besser zu verstehen und dagegen vorzugehen", sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in seiner Rede zur Eröffnung der Konferenz "Täterforschung im globalen Kontext" am 27. Januar 2009 in Berlin. Die Wissenschaft habe inzwischen ein differenziertes Bild der Täter im Dritten Reich gewonnen. Dieses Wissen gelte es zur Vorbeugung von Extremismus und Gewalt durch politische Bildung in die gesellschaftliche Praxis aufzunehmen, so Schäuble.

"Die Täterforschung ist ein zentrales Thema der Kulturwissenschaften. Die Konferenz gibt uns Hoffnung, dass die Wissenschaft sich aktiv an der Gestaltung der Präventionspolitik gegen Gewalt beteiligen und auch in Zukunft ihre Ergebnisse einfließen lassen kann", sagt Professor Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen.

Auf der Konferenz "Täterforschung im globalen Kontext" vom 27. bis 29. Januar 2009 beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der Täterforschung aus der Perspektive der Sozialpsychologie, Soziologie, Psychologie, Anthropologie und Geschichte. Ausgehend von den Ergebnissen der Holocaust-Täterforschung werden auch Täterprofile in anderen Genoziden wie etwa in Ex-Jugoslawien und Kambodscha diskutiert. Wie der Weg von der wissenschaftlichen Erkenntnis hin zur politischen Bildung und Vermittlung in der Bildungspraxis gelingen kann, wird in Workshops erarbeitet. Die Konferenz richtet sich an Wissenschaftler, Lehrer, Journalisten, Multiplikatoren und Studierende.

Die Konferenz im Überblick:

Referenten: Richard Overy (Exeter), Harald Welzer (Essen), Peter Longerich (London), Dan Stone (London), David Silberklang (Jerusalem), Marie-Janine Calic (München), Elisabeth Harvey (Nottingham), Michael Wildt (Hamburger Institut für Sozialforschung) u.a.

Datum: 27. bis 29. Januar 2009
Ort: Berlin, dbb-Forum Berlin, Friedrichstraße 169/170 (Mitte)

Konferenzprogramm unter www.bpb.de/files/S3UVFE.pdf

Weitere Informationen im Internet unter www.bpb.de, www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-184.html und www.rhul.ac.uk/Research/Holocaust/Index.html.

Pressekontakt (i.A. der bpb):
Alexandra Hesse, Raufeld Medien GmbH, Berlin,
Tel. +49 (0)30 69 56 65 18, Fax +49 (0)30 69 56 65 20, hesse@raufeld.de.

Pressekontakt bpb:
Daniel Kraft, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn,
Tel +49(0)228 99 515-200, Fax +49(0)228 99 515-293, presse@bpb.de, www.bpb.de/presse.

Pressekontakt Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI):
Magdalena Schaeffer, Kulturwissenschaftliches Institut Essen,
Tel. +49 (0)201 7204-152, Fax +49 (0)201 7204-159, Magdalena.Schaeffer@kwi-nrw.de.

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