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Alfred Forchel neuer Präsident der Universität Würzburg

02.02.2009 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Der Physiker Alfred Forchel (56) wird neuer Präsident der Universität Würzburg. Der Hochschulrat wählte ihn am Montag, 2. Februar, im ersten Wahlgang. Forchel ist selbst Mitglied im Hochschulrat, beteiligte sich aber nicht an der Abstimmung. Rechtlich wäre das aber möglich gewesen, betonte Michael Klett, Vorsitzender des Hochschulrates, vor Vertretern der Medien. Alfred Forchel ist als Präsident der Universität für sechs Jahre gewählt, eine zweite Amtszeit ist möglich. Am 1. Oktober 2009 wird er Axel Haase ablösen, der die Universität seit 2003 leitet. Der Hochschulrat habe Haase ausdrücklich für seine "zupackende und intensive" Arbeit gedankt, insbesondere im Zusammenhang mit der Erweiterung der Universität auf das Leighton-Gelände, so Klett.

Forchel: Übergangszeit positiv gestalten

Die Zeit bis zu seinem Amtsantritt werde er nutzen, um die Abläufe an der Universität noch intensiver kennenzulernen, sagte Forchel vor der Presse. "Positiv und kreativ" wolle er die Übergangszeit gemeinsam mit Axel Haase gestalten. Eines seiner Ziele: Die Qualität der Forschung an der Universität weiter zu steigern - vor allem auch im Hinblick auf die kommende Runde der Exzellenzinitiative.

Sein Team für die Hochschulleitung? Für die Posten der Vizepräsidenten habe er schon Kandidaten im Auge. "Herr Forchel wird stark auf eine Kabinettsarbeit mit den Vizepräsidenten setzen", so Klett. Wählen werde der Hochschulrat die Vizepräsidenten voraussichtlich im März.

Zur Person von Alfred Forchel

Alfred Forchel (56) stammt aus Stuttgart und hat an der Universität Würzburg seit 1990 den Lehrstuhl für Technische Physik inne. Sein Arbeitsgebiet ist die Nanotechnologie. Dabei geht es darum, winzige Strukturen für elektronische und photonische Bauelemente herzustellen.

An der Universität Würzburg hat Alfred Forchel mit den Professoren Frank Würthner (Chemie) und Laurens Molenkamp (Physik) die Realisierung eines neuen Zentrums für Nanotechnologie vorangetrieben. Er ist außerdem einer der Väter des Studiengangs Nanostrukturtechnik, des ersten ingenieurwissenschaftlichen Studiengangs der Universität Würzburg.

Alfred Forchel hat an der Universität Stuttgart von 1972 bis 1978 Physik studiert. Auch die Promotion (1983) und die Habilitation (1988) schloss er dort ab. In Stuttgart leitete er außerdem von 1984 bis 1990 das Mikrostrukturlabor der Universität.

Dem Ruf auf den Würzburger Lehrstuhl für Technische Physik folgte Forchel im Jahr 1990. Auch hier übernahm er die Leitung des Mikrostrukturlabors, das 1994 in Betrieb ging.

Wahl durch den Hochschulrat

Der Präsident der Universität wird gemäß dem bayerischen Hochschulgesetz vom Hochschulrat gewählt. Dem Würzburger Hochschulrat gehören acht externe Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und beruflicher Praxis an sowie die acht gewählten Mitglieder des Senats der Universität. Vorsitzender des Hochschulrats ist der Stuttgarter Verleger Michael Klett.

Die externen Mitglieder sind neben Michael Klett und Klaus D. Mapara (Geschäftsführer des Robert-Krick-Verlags Eibelstadt) die Professoren Heinz Gerhäuser (Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, Erlangen), Ernst Otto Göbel (Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig), Otmar Issing (früherer Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank), Hartmut Michel (Direktor am Frankfurter Max-Planck-Institut für Biophysik), Markus Schwaiger (Direktor der Nuklearmedizinischen Klinik im Münchner Klinikum rechts der Isar) und Sabine Weinert, Professorin für Psychologie aus Bamberg.


Die acht gewählten Mitglieder des Senats sind die Professoren Michael Erler (Gräzistik), Karl-Heinz Lembeck (Philosophie), Martin Lohse (Medizin) und Markus Riederer (Biologie). Der Physiker Eberhard Rommel vertritt im Senat die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität, Sabine Hohmann vom Botanischen Garten die sonstigen Mitarbeiter. Der Vertreter der Studierenden heißt Martin Hümmert. Der achte Senator und zugleich Vorsitzende des Gremiums ist der Physikprofessor Alfred Forchel.

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