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Erich-Brost-Haus: Wissenschaftszentrum für Internationalen Journalismus

16.05.2003 - (idw) Universität Dortmund

Ein speziell für Forschung, Lehre und Weiterbildung geplantes Wissenschaftszentrum/Centre for Advanced Study für Fragen des Internationalen Journalismus wurde heute, am 15. Mai 2003, auf dem Campus der Universität Dortmund feierlich eingeweiht. Das Erich-Brost-Haus ist nach dem Stifter der gleichnamigen gemeinnützigen wissenschaftlichen Fördereinrichtung Erich-Brost-Institut für Journalismus in Europa benannt. Diese Institution wurde im März 1991 an der Universität Dortmund zur Förderung eines internationalen Programms des dortigen Studienganges Journalistik ins Leben gerufen. Unterstützt wurde der Aufbau europaweiter Netzwerke zur Journalistenausbildung, Forschungsprojekte und Weiterbildungsaktivitäten einschließlich redaktioneller Praktika in führenden europäischen Medien.

Die Errichtung des Erich-Brost-Hauses ist Teil einer umfänglichen Stiftungsinitiative der Erben von Erich Brost, Frau Anneliese Brost und Rechtsanwalt Dr. h.c. Erich Schumann, für die Universität Dortmund. Sie umfasst den Bau des Wissenschaftszentrums sowie die Errichtung einer C4-Stiftungsprofessur für Internationalen Journalismus, die seit dem Wintersemester 1999/2000 mit ausländischen Expertinnen und Experten besetzt wird. Der Initiator der ersten Förderinitiative, Erich Brost (1903 - 1995), war der Gründer, Herausgeber und Verleger der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und aufgrund seines Lebensweges ein unermüdlicher Verfechter des Gedankens der europäischen Einigung.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat im März 2001 mit Zustimmung der Universität Dortmund dem Erich-Brost-Institut für Journalismus in Europa ein Grundstück in der Größe von rund 2300 qm in Erbpacht übereignet. Beginnend im Frühjahr 2001 ist hier ein Institutsgebäude nach dem Entwurf des Berliner Architekten Harald Meissner und unter der Generalplanung der Beratungsgruppe Assmann GmbH, Dortmund, errichtet und im Juli 2002 fertig gestellt worden. Das Gebäude ist auf die Zwecke eines Wissenschaftszentrums ausgelegt und umfasst nicht nur Konferenz, Lehr- und Projekträume, sondern bietet ausländischen Gästen auch Appartements sowie eine technische Infrastruktur nach neuestem Stand und Kommunikationsflächen für unterschiedliche Anforderungen der laufenden Projektarbeit.

Das Gebäude in unmittelbarer Nähe des Auditorium Maximum der Universität Dortmund verfügt auf einer Nutzfläche von ca. 1.300 qm über eine flexibel angelegte Raumausstattung. Kernpunkt der Architektur ist es, multinationalen Arbeitsgruppen, die über einen längeren Zeitraum projektgebunden zusammenarbeiten, eine angenehme und variabel zu nutzende und inspirierende zweite Heimat zu bieten. Insofern versucht das Erich-Brost-Haus, die Phase häufig abweisender Architekturformen moderner Hochschulen gezielt zu überwinden und den Kommunikationserfordernissen des modernen Wissenschaftsbetriebes gerecht zu werden.

Das Bauvorhaben, mit einem Aufwand von rd. 6 Millionen Euro errichtet, ist in die Infrastruktur der Universität Dortmund einbezogen, stellt jedoch eine eigenständige organisatorische Einheit in Form einer gemeinnützigen GmbH dar, die in vielfältiger Weise Kooperationschancen für die Universität in ihrer weiteren Entwicklung bietet.
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