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Pfizer-Forschungspreis für Homburger Emmy-Noether-Stipendiatin Juniorprofessorin Dr. Christine Peinelt für immunologisch

11.02.2009 - (idw) Universität des Saarlandes

Die 34jährige Biologin und Juniorprofessorin Dr. Christine Peinelt von der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes in Homburg erhielt den Preis für ihre grundlegenden Arbeiten, die besser verstehen lassen, wie unsere körpereigene Abwehr funktioniert. Sie hat darüber hinaus neue Therapiemöglichkeiten aufgezeigt, um das Immunsystem gezielt zu unterdrücken. Der Preis, mit 8.000 Euro dotiert und in Kooperation mit der Universität Freiburg vergeben, wurde der Biologin Ende letzten Jahres im Rahmen eines Festaktes in der Aula der Universität Freiburg verliehen. Unser Immunsystem besteht aus Millionen Abwehrzellen, die unseren Organismus vor gefährlichen Erregern schützen und von Krebszellen befreien. Entscheidend sind dabei die so genannten T-Zellen, spezielle Zellen des Immunsystems. Sie arbeiten beispielsweise als Einsatzleiter (T-Helferzellen) und koordinieren andere Immunzellen; als so genannte Killerzellen greifen sie gefährliche Viren an und als Gedächtniszellen merken sie sich die molekularen Charakteristika von Viren und schlagen beim nächsten Überfall sofort Alarm. Sie können auch andere Immunzellen nach getaner Arbeit bremsen (Immunsuppression) und auf diese Weise gefährliche Überreaktionen verhindern.
Die T-Zellen werden mithilfe von Kalzium-Ionen, die über Kanäle in der Membran in das Innere der Zelle gelangen, aktiviert. Bis vor kurzem war zwar bekannt, dass es diese Kanäle gibt, nicht aber, aus welchen Bausteinen (Proteinen) sie aufgebaut sind. Christine Peinelt war im Jahr 2006 entscheidend an der Aufklärung der Kanalproteine beteiligt. Sie hat seither weitere hochrangige Arbeiten zu Kanalproteinen veröffentlicht und sich hohe internationale Reputation erworben.
Juniorprofessorin Dr. Peinelt lehrt derzeit am Institut für Biophysik der Universität des Saarlandes. Sie leitet auf der Grundlage eines Emmy-Noether-Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft ihre Forschungsgruppe. Mit den dafür zur Verfügung gestellten Mitteln (mehr als eine Million Euro) wird sie in den nächsten vier Jahren weitere grundlegende Prozesse zur Funktionsweise des Immunsystems untersuchen
Kontakt:
Prof. Dr. Markus Hoth, Leiter des Instituts für Biophysik
Tel. 06841/ 16-26266
E-Mail: Markus.Hoth@uks.eu
Jun.Prof. Dr. Christine Peinelt, Institut für Biophysik
Tel. 06841/ 16-26453
E-Mail: Christine.Peinelt@uks.eu

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