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Gesundheit und Aktivität im Alter: Ulmer Forschungsprojekt untersucht Einflussfaktoren

11.02.2009 - (idw) Universität Ulm

Welche Faktoren beeinflussen Gesundheit und Krankheit älterer Menschen, bedrohen womöglich ihre Selbstständigkeit? Was erhält die Aktivität bis ins hohe Alter? Mit diesen Schwerpunkten beschäftigt sich ein breit angelegtes Forschungsprojekt im Raum Ulm/Neu-Ulm und im Alb-Donau-Kreis, das auch vom Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner unterstützt wird: "Die Studie will dazu beitragen, unser Gesundheitssystem und unsere Umwelt noch besser an die Bedürfnisse und Probleme älterer Menschen anzupassen", schreibt Gönner in einem Aufruf an die 65- bis 90-Jährigen, sich an der Untersuchung zu beteiligen. Verantwortlich für das Projekt ist das Kompetenzzentrum für Geriatrie und Alterungsforschung der Universität Ulm. Die Leitung teilen sich Professor Richard Peter (Institut für Epidemiologie) und Professor Thorsten Nikolaus (Bethesda Geriatrische Klinik), dabei naturgemäß zuständig für ihr jeweiliges Spezialgebiet. "Wir wollen damit viele noch offene Fragen in der Alterungsforschung und Altersmedizin beantworten", erklären die Wissenschaftler. Unterstützt werden sie von Ärztinnen, Ärzten und Krankenschwestern. 1500 Teilnehmer sind notwendig, um aussagefähige Ergebnisse zu ermöglichen.
"Schwerpunkte der Untersuchung sind die Erfassung der Lungenfunktion, der körperlichen Aktivität und der Häufigkeit von Stürzen", so Professor Peter. Aus gutem Grund: "Gerade Lungenfunktion und Bewegungsmöglichkeiten hängen eng zusammen." Und eine eingeschränkte Lungenfunktion habe erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Betroffenen.
"Wir erhoffen uns von der Studie nun bessere Einblicke in diese Zusammenhänge", sagen die verantwortlichen Wissenschaftler. Erkenntnisse vor allem, die in Zukunft eine verbesserte Bedarfsplanung und Versorgung von Menschen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen ermöglichen sollen. Denn eben diese Erkrankungen treten den Studienleitern zufolge seit einigen Jahren immer häufiger auf, wobei das Risiko mit zunehmendem Lebensalter steige.
Wertvolle Ergebnisse erwarten von dem Projekt, das von EU und vom Land gefördert wird, auch verschiedene klinische Forschergruppen die sich beteiligen, unter anderem der Neurologie, Psychiatrie und Inneren Medizin. "Wir gehen davon aus, dass in diesem Zusammenhang nicht zuletzt mehr Wissen über die Ursachen von Stürzen älterer Menschen gewonnen werden", sind die beiden Wissenschaftler überzeugt, Erkenntnisse insbesondere als Basis für die Entwicklung geeigneter Vorbeugemaßnahmen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Richard Peter, Tel. 0731/50-31061

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