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Johannes Gutenberg-Universität hält an der Entwicklung eines Serviceverfahrens unter Leitung der ZVS fest

13.02.2009 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz begrüßt grundsätzlich die Umstrukturierung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund in eine bundesweite Serviceeinrichtung der Hochschulen. Gleichzeitig bedauert die Universität die Irritationen, die durch die Pressemitteilung zur "Hamburger Initiative" entstanden sind. "Auch wenn wir weiterhin an der zeitlichen Koordinierung der Versendung der Zulassungsbescheide und an der Einrichtung einer 'Chancenbörse' im Internet für nicht besetzte Studienplätze festhalten, bedeutet dies keineswegs, dass wir damit von der Entwicklung eines Serviceverfahrens unter Leitung der ZVS abrücken", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch.

Derzeit müssen gerade die großen Universitäten mit viel Aufwand weit mehr Bewerbungen bearbeiten und Zulassungen aussprechen, als sich dann letztlich Studierende auch tatsächlich einschreiben. Der Grund: Die Abiturienten bewerben sich gleichzeitig an verschiedenen Universitäten und wählen am Ende aus, welche Zulassung sie annehmen. "Das bedeutet beispielsweise für unsere Universität, dass wir fast dreimal so viel Zulassungen aussprechen, wie Studienplätze zur Verfügung stehen. Ein enormer Aufwand für die deutschen Hochschulen", so der Präsident weiter, "daher ist eine zentrale Koordination gerade der bundesweit intensiv nachgefragten Studiengänge zwingend erforderlich." Mit ihrem langjährigen Know-how und ihrer vorhandenen Infrastruktur könnte die ZVS hier zu einer wirkungsvollen Entlastung beitragen, die den Aufwand nicht nur für die Hochschulen, sondern auch für die Bewerberinnen und Bewerber massiv reduzieren würde. Voraussetzung sei allerdings, so Krausch, dass sich maximal viele Universitäten diesem zentralen Verfahren anschließen und die ZVS einen entsprechend angemessenen und funktionierenden Service bietet. Zudem müsse eine zuverlässige Technologie hinter diesem bundesweiten Zulassungsverfahren stehen.

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