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Erste Humboldt-Professur für Wirtschaftswissenschaftler

27.02.2009 - (idw) Universität Mannheim

Bundesbildungsministerium stellt 3,5 Millionen Euro bereit, um den Volkswirtschaftler Gerard van den Berg nach Deutschland zu holen Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat erstmals eine Alexander von Humboldt-Professur an einen Wirtschaftswissenschaftler vergeben. Die Auszeichnung erhält der Niederländer Gerard van den Berg. Das Bundesbildungsministerium stellt über fünf Jahre insgesamt 3,5 Millionen Euro bereit, um van den Berg nach Deutschland an die Universität Mannheim zu holen. Das gab die Alexander von Humboldt-Stiftung am heutigen Freitag, 27. Februar, in Bonn bekannt.

Die Auszeichnung soll nach Angaben der Stiftung dazu beitragen, weltweit führende und im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine Arbeit in Deutschland zu gewinnen. Van den Berg lehrt derzeit an der Freien Universität Amsterdam, die als eine der besten Einrichtungen für Volkswirtschaftslehre in Europa gilt.

Der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Professor Helmut Schwarz, gratulierte der Universität Mannheim "zu diesem großen Erfolg in einem ausgesprochen kompetitiven Wettbewerb". Neben dem Ökonomen van den Berg wurde erstmals auch ein Geisteswissenschaftler sowie ein Mathematiker und ein Quantenphysiker ausgezeichnet. "Wir investieren in herausragende Forscherpersönlichkeiten, ihre Idee und kluge Universitätskonzepte. Die Dividende dieser Investition stärkt den internationalen Forschungsstandort Deutschland", so Schwarz.

Glückwünsche an die Universität Mannheim kamen auch vom baden-württembergischen Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg: "Mit Hilfe der Alexander von Humboldt-Professur kann einer der besten Köpfe in den Wirtschaftswissenschaften ins Land geholt werden", so der Minister.

Professor Dr. Hans-Wolfgang Arndt, Rektor der Universität Mannheim, gratulierte van den Berg und der Mannheimer Abteilung Volkswirtschaftslehre. "Unsere Volkswirtschaftslehre verfolgt seit Jahren erfolgreich den Weg der Internationalisierung. Die Anerkennung durch die Alexander von Humboldt-Stiftung wird die Abteilung und die gesamte Universität in der internationalen Konkurrenz weiter stärken", betonte Arndt.

"Mit der Humboldt-Professur für Gerard van den Berg gelingt der Abteilung Volkswirtschaftslehre der Sprung in die Gruppe der führenden Zentren für empirische Wirtschaftsforschung und Ökonometrie", freut sich Prof. Dr. Enno Mammen, Dekan der Fakultät für Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre und Inhaber des Lehrstuhls für Statistik. "Herr van den Berg ist ein herausragender Wissenschaftler. Er wird unsere Abteilung genau in jenen Forschungsgebieten stärken, die künftig auch international weiter an Bedeutung gewinnen. Seine Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle zwischen ökonomischer Theorie und ausgefeilter moderner ökonometrischer Methodik. Mit seiner Gewinnung stärken wir zugleich unsere Position in der nächsten Antragsrunde der Exzellenzinitiative. Auch in der nationalen und internationalen Politikberatung wird Mannheim künftig eine noch größere Rolle spielen."

Gerard van den Berg, Jahrgang 1962, ist Professor an der Freien Universität Amsterdam. Er zählt seit über zehn Jahren zu den international führenden Ökonometrikern und ist als weltweit bester Forscher auf dem Gebiet der Verweildaueranalyse anerkannt. So beschäftigt sich van den Berg beispielsweise im Bereich der Arbeitsmarktökonomik mit der Frage, welche Faktoren die Verweildauer in Beschäftigung und Arbeitslosigkeit bestimmen und wie diese Faktoren durch Politikmaßnahmen beeinflusst werden können. In einem weiteren Tätigkeitsschwerpunkt untersucht er die Zusammenhänge zwischen den ökonomischen Lebensbedingungen in den ersten Lebensjahren eines Menschen und seinem späteren Einkommen, seiner Gesundheit und Lebenserwartung. Van den Berg kann eine Vielzahl international herausragender Publikationen vorweisen, ist in seiner Arbeit hochgradig international vernetzt und Mitglied zahlreicher renommierter Forschungsinstitute.


Die jetzt ausgezeichneten Forscher sollen ihre Arbeit im Lauf dieses Jahres beginnen. Sie treten nun in abschließende Verhandlungen mit den nominierenden Universitäten.

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