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Rostocker Zentrum eröffnet Berliner Büro

03.03.2009 - (idw) Rostocker Zentrum zur Erforschung des demografischen Wandels

Mit einem Kolloquium und einem Festvortrag zum Thema "Ein neues Bild vom Alter" wird das Berliner Büro des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels am 04. März 2009 um 18 Uhr eröffnet. Die Direktoren des Rostocker Zentrums und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDF) werden dazu Kernpunkte ihrer Forschung vorstellen. Den Festvortrag über "Kunst und Altern" hält Dr. Frank Schirrmacher, der als Mitherausgeber der F.A.Z. der Debatte um die alternde Gesellschaft wichtige Impulse gegeben hat. Das Berliner Büro arbeitet an der Schnittstelle von demografischer Forschung, Wissenschaftskommunikation und Politikberatung. Im Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels wird politikrelevante Forschung zu den Ursachen und Konsequenzen des Demografischen Wandels in Deutschland und Europa aus dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung und der Universität Rostock gebündelt. Die wissenschaftlichen Ergebnisse aus den Forschungsbereichen "Alterung des Arbeitskräftepotenzials", "Prognosen und Planungen" sowie "Bevölkerung und Politik" können für die Diskussion möglicher politischer und gesellschaftlicher Handlungsoptionen herangezogen werden. Das Berliner Büro unterstützt die Aufgabe des Rostocker Zentrums, demografischen Sachverstand Politik und Öffentlichkeit zu vermitteln. Der Standort Berlin macht einen intensiven Dialog mit Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung, Journalisten, Vertretern unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen und interessierten Bürgern möglich. Die Eröffnungsfeier des Berliner Büros findet im benachbarten Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie statt.

Prof. Gabriele Doblhammer, geschäftsführende Direktorin des Rostocker Zentrums, widmet sich in ihrem Vortrag den Herausforderungen des hohen Alters im 21. Jahrhundert. Dazu gehören insbesondere die künftig wachsende Zahl von Pflegebedürftigen sowie der prognostizierte Bedarf an familiärer oder institutioneller Pflege. Demenzerkrankungen im hohen Alter spielen dabei eine bedeutende Rolle.

Der Gründungsdirektor des MPIDF und des Rostocker Zentrums, Prof. James W. Vaupel, richtet sein Augenmerk auf das Arbeitsleben in einer alternden Gesellschaft. Die neue demografische Lage erfordert Anpassungen und Umdenken auf privater und politischer Ebene, es entstehen neue ökonomische Notwendigkeiten. Vaupel erläutert, dass eine gleichmäßigere Verteilung der Arbeitszeit über den verlängerten Lebenslauf und über die Bevölkerung erforderlich ist, soll die insgesamt geleistete Arbeitszeit nicht zurückgehen. Dies würde Möglichkeiten eröffnen, andere Lebensbereiche - Bildung, Familienleben oder soziales Engagement - je nach Lebensphase stärker zu gewichten. Darin liegt eine Chance für die aktive Gestaltung individueller Lebensläufe.

In einer dritten Perspektive widmet sich Prof. Joshua R. Goldstein, Direktor am MPIDF, der 'Midlife Crisis' alternder Gesellschaften. Wann ist eine Gesellschaft alt? Ist Deutschland alt? Und was kann - demografisch betrachtet - getan werden, damit eine Gesellschaft jung bleibt? Unter Anwendung des Konzepts der verbleibenden Lebensjahre wird Goldstein verschiedene Phasen des Alterungsprozesses von Gesellschaften beschreiben und zeigen, an welchem Punkt eine Gesellschaft als demografisch alt bezeichnet werden kann.

kgk
Weitere Informationen: http://www.zdwa.de/zdwa/termine/RZ/EroeffnungBerlinerBuero/20090304_ankuendigung... http://www.rostockerzentrum.de - Homepage http://www.rostockerzentrum.de/kontakt/default.htm - Kontakt
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