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Liebe verstehen hoch drei

04.03.2009 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Für ein Theaterprojekt in Kooperation mit Gymnasien der Stadt Bamberg erhält die Otto-Friedrich-Universität 10.000 Euro vom Bundesforschungsministerium Bei "Liebe verstehen hoch drei" denkt man zunächst vielleicht an eine mathematische Formel. Dahinter verbirgt sich jedoch ein Theaterprojekt der Universität Bamberg in Kooperation mit Bamberger Gymnasien. Studierende, Schülerinnen und Schüler arbeiten gemeinsam an einem Theaterstück, bei dem Kunst, Schauspiel und Wissenschaft miteinander verschmelzen. Um diese Projektidee von Diplom-Psychologin Claudia Schmitt und Prof. Dr. Lothar Laux vom Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie durchführen zu können, erhielt die Universität Bamberg nun 10.000 Euro vom Bundesforschungsministerium. Laux und Schmitt hatten sich mit "Liebe verstehen hoch drei" beim Hochschulwettbewerb "Alltagstauglich?" im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2009 - Forschungsexpedition Deutschland beworben. Insgesamt wurden bundesweit 15 Projekte ausgezeichnet, die publikumsnah den Alltagsbezug von Wissenschaft vermitteln.

In dem Bamberger Projekt geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler ein Bühnenstück auf der Grundlage wissenschaftlicher Konzepte und Ideen entwickeln, einstudieren und aufführen. Die zentralen Elemente sind das Thema Liebe und das Verstehen als Methode der Geisteswissenschaften. Dazu sind weitere Themenpunkte, so genannte Cluster-Fragmente, aus Kultur und Wissenschaft vorgegeben, die in das Theaterstück einfließen sollen. Bausteine sind beispielsweise Nietzsche, klassische Dramen und die Malerei René Magrittes. Die Vorgaben werden auf drei unterschiedlichen Wegen auf der Bühne umgesetzt: Erstens durch sprachliche Ausdrucksweise, zweitens durch körperliche und stimmliche Darstellung und drittens durch Nachahmung und Übertragung in andere Formate. So ergibt sich schließlich die Formel "Liebe verstehen hoch drei". Den gesamten Entstehungsprozess werden die Teilnehmer außerdem als Videodokumentation festhalten.

Im vergangenen Jahr realisierten Studierende der Uni Bamberg gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Franz-Ludwig-Gymnasiums (FLG) bereits eine Pilotversion des Projekts: Nach gemeinsamen Seminarterminen zum Thema Wissenschaftstheorie und Liebe gestaltete der Grundkurs Dramatisches Gestalten eine moderne Version des Schiller-Klassikers "Kabale und Liebe". Die Aufführung findet am 26. und 27. März in der AULA des FLG statt.

Kontakt:
Universität Bamberg, Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie, Claudia Schmitt, Tel.: 0951/863-1868, claudia.schmitt@uni-bamberg.de

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