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Forscher für einen Tag: Schüler entdecken Teilchenphysik

09.03.2009 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Zu den Internationalen Schülerforschungstagen der Teilchenphysik, die vom 16. März bis 3. April 2009 stattfinden, werden zu Veranstaltungen rund um den Globus mehr als 6.000 Schüler erwartet. Beteiligt sind mehr als 80 Institute in 23 Ländern. An der Universität Bonn können junge Besucher am Donnerstag, 2. April, einen ganzen Tag lang untersuchen, was passiert, wenn in einem Beschleuniger Elementarteilchen aufeinander prallen. Die internationalen "Hands on Particle Physics Masterclasses" finden bereits zum fünften Mal statt. Der riesige Teilchenbeschleuniger LHC ("Large Hadron Collider") am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf genießt große öffentliche Aufmerksamkeit. In seinen kilometerlangen unterirdischen Röhren zirkulieren Teilchen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit. Wenn sie aufeinander stoßen, entstehen neue Elementarteilchen. Solche Kollisionen fanden bereits Sekundenbruchteile nach dem Urknall statt. Wissenschaftler erhoffen sich von den Untersuchungen der LHC-Ergebnisse Rückschlüsse darauf, wie das Universum entstanden ist.

Die Universität Bonn betreibt seit den 60-er Jahren Beschleunigeranlagen für die physikalische Grundlagenforschung. In den 80-er Jahren ging die Elektronen-Stretcher-Anlage ELSA in Betrieb, die in einem mehrstufigen Verfahren einen Elektronenstrahl erzeugt. Hauptforschungsgebiet ist auch in Bonn die Hadronenphysik. 1989 wurde der Bonner Teilchenphysiker Wolfgang Paul für die Entwicklung der nach ihm benannten Ionen-Falle mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Wissenschaftliches Arbeiten kennenlernen

Wie die Erben Wolfgang Pauls heute arbeiten, erfahren Schüler der Klassen 10 bis 13 am 2. April aus erster Hand. Sie erhalten Einblicke in die Welt der kleinsten Teilchen und die Organisation der modernen internationalen Forschung. Eine einführende Vorlesung am Vortag vermittelt die nötigen Vorkenntnisse. Am 2. April werten die Teilnehmer dann Daten aus, die bei Teilchenkollisionen am CERN in Genf aufgezeichnet wurden und vergleichen ihre Ergebnisse in einer Video-Konferenzschaltung mit anderen Teilnehmern aus der ganzen Welt. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Schüler begrenzt. Es gibt noch einzelne Restplätze.

Begleitend bieten die Bonner Physiker zwei öffentliche Vorlesungen im Hörsaal 1 des Physikalischen Instituts, Nußallee 12, an:

Mittwoch, 18. März 2009, 16.15 Uhr
HOLIGRAIL - Mit Graviationslinsen das Universum vermessen
Referent: Benjamin Joachimi, Argelander Institut für Astronomie

Mittwoch, 1. April 2009, 16.15 Uhr
Quarks und Leptonen - Die Suche nach den fundamentalen Bausteinen der Materie
Referent: Prof. Dr. Ian C. Brock (Physikalisches Institut)

Kontakt:
Dr. Ulrich Blum
Physikalisches Institut der Universität Bonn
Telofon: 0228/73-3212
E-Mail: blum@physik.uni-bonn.de
Weitere Informationen: http://www.physicsmasterclasses.org
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